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Agentur für Arbeit
Die Arbeitslosigkeit in Bochum ist im März leicht gesunken. Die Quote bleibt jedoch unverändert bei 9,0 Prozent.
Unternehmen zeigen sich weiterhin zurückhaltend bei Einstellungen. Gleichzeitig sinkt die Zahl neuer Stellenangebote. Auf dem Ausbildungsmarkt fehlen Bewerbende.
Im März 2026 waren in Bochum insgesamt 18.094 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 36 Personen weniger als im Februar und 52 weniger als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote bleibt bei 9,0 Prozent und liegt damit leicht unter dem Vorjahreswert von 9,1 Prozent.
Die Entwicklung zeigt laut Arbeitsagentur keine deutliche Trendwende. Zwar sinkt die Zahl der Arbeitslosen leicht, gleichzeitig übersteigen die Zugänge in Arbeitslosigkeit (1.058) weiterhin die Abgänge in Erwerbstätigkeit (849).
Unternehmen bleiben zurückhaltend
Die wirtschaftliche Lage wirkt sich weiterhin auf den Arbeitsmarkt aus. Viele Betriebe suchen zwar Fachkräfte, stellen jedoch seltener ein. Die Zahl der neu gemeldeten Stellenangebote liegt im März bei 509 und damit deutlich unter den Werten des Vormonats und des Vorjahres.
„Klassische Konjunkturzyklen werden zunehmend von geopolitischen Ereignissen überlagert“, sagt Christopher Meier, Vorsitzender Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Bochum. „Diese beeinflussen die Wirtschaft massiv und sorgen für Verunsicherung.“
Entwicklung einzelner Gruppen
Die Zahl der Langzeitarbeitslosen liegt bei 7.184 Personen und ist sowohl im Monats- als auch im Jahresvergleich rückläufig. Der Großteil von ihnen befindet sich in der Grundsicherung.
Bei den Jugendlichen unter 25 Jahren sind 1.365 Personen arbeitslos gemeldet. Auch hier zeigt sich nur eine geringe Veränderung. Die Zahl älterer Arbeitsloser über 50 Jahre beträgt 6.286 und ist leicht gesunken.
Unterschiede zwischen SGB III und SGB II
Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III) steigt die Zahl der Arbeitslosen leicht auf 5.154 Personen. In der Grundsicherung (SGB II) hingegen sinkt sie auf 12.940. Rund 71,5 Prozent aller Arbeitslosen in Bochum sind damit im SGB-II-Bereich gemeldet.
Unterbeschäftigung leicht gestiegen
Die sogenannte Unterbeschäftigung, die auch Personen in Maßnahmen oder Sonderstatus umfasst, liegt bei 22.674 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr ist hier ein Anstieg zu verzeichnen.
Ausbildungsmarkt mit weniger Bewerbern
Zur Halbzeit des Ausbildungsjahres zeigt sich ein gemischtes Bild. Seit Oktober 2025 meldeten sich 1.537 Bewerberinnen und Bewerber für Ausbildungsstellen – ein leichter Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. Gleichzeitig wurden 1.855 Ausbildungsstellen gemeldet.
Ende März waren noch 921 Bewerbende unversorgt, während 1.258 Ausbildungsplätze unbesetzt blieben. Rechnerisch kommen damit 83 Bewerbende auf 100 Stellen.
Fachkräftemangel bleibt Thema
Die Arbeitsagentur sieht langfristige Herausforderungen durch demografischen Wandel und strukturelle Veränderungen. Digitalisierung und Künstliche Intelligenz verändern Berufsbilder und Anforderungen. Gleichzeitig bleiben viele systemrelevante Berufe gefragt.
„Wir müssen uns jetzt vorbereiten, um die Zukunft erfolgreich zu gestalten“, so Meier. Qualifizierung und Ausbildung gelten weiterhin als zentrale Faktoren für eine stabile Entwicklung des Arbeitsmarktes.
