Beitrag: Streik im Nahverkehr endet: Tarifeinigung in NRW erzielt
U-Bahn Haltestelle Bochum Hauptbahnhof

Nach mehreren Verhandlungsrunden haben sich Gewerkschaften und Arbeitgeber im Nahverkehr in Nordrhein-Westfalen auf ein Ergebnis verständigt. Auch in Bochum soll der Betrieb schrittweise wieder anlaufen.

Der Arbeitskampf im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Nordrhein-Westfalen ist vorerst beendet. Nach drei Verhandlungsrunden einigten sich die Tarifparteien auf ein Ergebnis. Beteiligt waren unter anderem die Gewerkschaft ver.di und der kommunale Arbeitgeberverband. Die Einigung betrifft auch die Verkehrsbetriebe im Ruhrgebiet. Damit können Fahrgäste in Bochum in den kommenden Tagen wieder mit einem regulären Angebot rechnen.

Einigung nach intensiven Verhandlungen

Die Gespräche zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite waren von längeren Auseinandersetzungen geprägt. Mehrere Streiktage hatten den Nahverkehr in vielen Städten stark eingeschränkt. Busse und Bahnen fielen aus oder fuhren nur eingeschränkt.

Nun liegt ein Kompromiss vor, der zentrale Forderungen der Beschäftigten teilweise berücksichtigt. Dazu gehört vor allem eine schrittweise Reduzierung der Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich. Zudem wurden Verbesserungen bei Zuschlägen und Ruhezeiten vereinbart.

Nach Angaben der Tarifparteien soll die Wochenarbeitszeit bis 2028 um eine Stunde sinken. Auch bei der Dienstplanung und den Pausenregelungen sind Anpassungen vorgesehen.

Auswirkungen auf Bochum

Für Bochum bedeutet die Einigung eine schrittweise Rückkehr zum Normalbetrieb. Während des Streiks waren viele Linien der lokalen Verkehrsbetriebe betroffen. Pendlerinnen und Pendler mussten auf Alternativen ausweichen.

Mit dem Ende der Arbeitsniederlegungen soll sich die Lage nun entspannen. Dennoch kann es kurzfristig noch zu Einschränkungen kommen, da der Betrieb erst wieder hochgefahren wird.

Neben der Arbeitszeitverkürzung enthält die Einigung weitere Punkte. So wurden unter anderem Zuschläge für Sonntagsarbeit angepasst. Auch Regelungen zur Personalplanung wurden neu gefasst.

Einige Forderungen der Arbeitgeber, etwa Verschlechterungen bei Zuschlägen an Feiertagen, konnten nach Angaben der Gewerkschaft abgewendet werden. Die Laufzeit des Tarifvertrags beträgt 48 Monate.

Mitglieder entscheiden über Annahme

Ob die Einigung endgültig in Kraft tritt, hängt noch von einer Mitgliederbefragung ab. Diese soll im April stattfinden. Die zuständigen Tarifgremien empfehlen die Annahme des Ergebnisses.

Bis zur endgültigen Entscheidung gilt die Einigung als Grundlage für die Beendigung der Streiks. Weitere Arbeitskämpfe sind zunächst nicht angekündigt.

Der Abschluss gilt als wichtiger Schritt für die Stabilisierung des Nahverkehrs in Nordrhein-Westfalen. In den vergangenen Wochen hatten die Streiks erneut auf die angespannte Personalsituation und Arbeitsbedingungen hingewiesen.

Für Fahrgäste in Bochum und der Region bedeutet die Einigung vor allem eines: mehr Planungssicherheit im Alltag. Ob die Maßnahmen langfristig zu Entlastungen im Betrieb führen, wird sich in den kommenden Jahren zeigen.

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