Beitrag: Stadtprinzenpaare setzen vor den „tollen Tagen“ auf Gemeinschaft und Verantwortung
Bochumer Stadtprinzenpaar, Andrea I. und Heinz I.

Kurz vor dem Höhepunkt der Karnevalssession 2026 sprechen die Stadtprinzenpaare aus Bochum und Wattenscheid über Brauchtum, Zusammenhalt und ihre Ziele für die Regentschaft.

Mit dem Beginn der „tollen Tage“ erreicht der Karneval im Ruhrgebiet seinen Höhepunkt. In Bochum und Wattenscheid stehen dabei zwei Stadtprinzenpaare im Mittelpunkt. Heinz I. und Andrea I. vertreten Bochum, Karsten I. und Marion II. Wattenscheid. Im gemeinsamen Gespräch wird deutlich: Karneval ist für sie mehr als Feiern. Es geht um Gemeinschaft, soziales Engagement und den Erhalt des Brauchtums.

Für Karsten I., Karnevalsprinz von Wattenscheid, steht der Gemeinschaftsgedanke im Vordergrund. Karneval verbinde Freundschaft, Tradition und Brauchtum. Gerade in Wattenscheid sei die Unterstützung durch die elf Karnevalsvereine prägend. Diese Geschlossenheit erlebe er als etwas Besonderes.

Auch für das Bochumer Stadtprinzenpaar ist Karneval ein verbindendes Element. Andrea I. betont, dass sich in der Session Menschen begegnen, die sich sonst kaum treffen würden. Karneval wirke damit integrativ und fördere den Austausch. Heinz I. ergänzt, dass Karneval nicht auf wenige Tage begrenzt sei, sondern das ganze Jahr über gelebt werde – durch Kontakte, Engagement und gegenseitige Hilfe.

Engagement über das Feiern hinaus

Ein zentrales Thema beider Prinzenpaare ist das soziale Engagement. Andrea I. verweist darauf, dass viele Stadtprinzenpaare Spenden für wohltätige Zwecke sammeln. In Bochum unterstützen Heinz I. und Andrea I. den Kinderhospizdienst Ruhrgebiet sowie die Stiftung Auszeit. Beide Einrichtungen begleiten Familien mit schwerstkranken oder lebensverkürzend erkrankten Kindern über lange Zeiträume.

Heinz I. hebt hervor, dass insbesondere der Erhalt und Betrieb entsprechender Einrichtungen finanzielle Unterstützung benötige. Ziel sei es, mit den gesammelten Spenden konkrete Hilfe zu leisten.

In Wattenscheid setzt Karsten I. andere Schwerpunkte. Unterstützt werden unter anderem ehrenamtlich Engagierte wie Helfer bei Tafeln oder der Feuerwehr. Ein weiteres Projekt ist „PingPongParkinson“, das erkrankten Menschen durch Tischtennis Bewegung und Teilhabe ermöglicht. Ergänzend fließen Spenden auch in sportliche Angebote für kranke Menschen.

Karneval als Jahresaufgabe

Wattenscheider Stadtprinzenpaar, Karsten I. und Marion II.

Einigkeit besteht darin, dass Karneval nicht nur zwischen dem 11.11. und Aschermittwoch stattfindet. Karsten I. betont, dass die Session in Wattenscheid über zwei Jahre laufe und der Gedanke des Karnevals das ganze Jahr präsent sei. Auch Heinz I. beschreibt den Karneval als dauerhafte Haltung, geprägt von Offenheit, Hilfsbereitschaft und Freude.

Marion II., die aus Ostfriesland stammt, hebt den starken Zusammenhalt hervor, den sie im Karneval des Ruhrgebiets erlebt. Dieser Gemeinschaftssinn habe sie überzeugt und motiviert, Teil der Session zu sein.

Visionen für die Session 2026

Gefragt nach ihren Zielen nennen beide Prinzenpaare ähnliche Schwerpunkte. Andrea I. spricht von Frohsinn, Begegnung und Dialog. Menschen sollen zusammengebracht werden, unabhängig von Herkunft oder Alltag.

Heinz I. verweist auf das gemeinsame Sessionsmotto „Solange die Welt sich dreht“. Es stehe für Verantwortung, soziales Handeln und Lebensfreude. Karneval solle Mut machen und positive Impulse setzen.

Auch Marion II. und Karsten I. betonen, dass alle Vereine eingebunden werden sollen. Karneval funktioniere nur als gemeinschaftliches Projekt. Der direkte Kontakt zum Publikum sei dabei der wichtigste Antrieb.

Bochum und Wattenscheid: Ein gemeinsamer Karneval

Auf die Frage nach einem Rollenwechsel reagieren beide Paare mit klaren Worten. Unterschiede zwischen Bochum und Wattenscheid sehen sie im Karneval kaum. Andrea I. und Heinz I. beschreiben beide Stadtteile als eng verbunden. Auch Karsten I. betont, dass es letztlich um denselben Auftrag gehe: Frohsinn verbreiten und Gemeinschaft leben.

Marion II. fasst zusammen, was den Karneval 2026 prägen soll: Zusammenhalt über Stadtteilgrenzen hinweg. Bochum und Wattenscheid gehören für sie zusammen – auch und gerade im Karneval.

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