Beitrag: Vortrag im Stadtarchiv: „Urlaubsfreuden unter dem Signum des Hakenkreuzes“
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Stadtarchiv Bochum

Das Stadtarchiv Bochum lädt am Mittwoch, 11. Februar, zu einem Vortrag über die nationalsozialistische Reisekultur ein. Historiker Dr. Christof Krieger beleuchtet die „Kraft durch Freude“-Fahrten von Bochum an die Mosel. Der Eintritt ist frei.

In der Reihe zur Bochumer Stadtgeschichte zeigt das Stadtarchiv – Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte, Wittener Straße 47, eine Facette der NS-Zeit, die bis heute wenig bekannt ist. Dr. Christof Krieger geht der Frage nach, wie die nationalsozialistische Ferienorganisation „Kraft durch Freude“ Massentourismus nutzte und zugleich ideologisch instrumentalisiert hat. Im Mittelpunkt stehen dabei die Reisen von Bochum an die Mosel, die für viele Menschen der Zeit ein Urlaubserlebnis boten. Der Historiker beleuchtet, welche Ziele das NS-Regime mit diesen Fahrten verfolgte und welche Rolle Bochumer Reisende spielten. Besucher*innen können kostenlos teilnehmen.

Inhalt des Vortrags

Der Vortrag untersucht, wie die NS-Gemeinschaft KdF preisgünstige Land- und Seereisen organisierte und welche ideologischen Zwecke dahinter standen. Dr. Krieger zeigt auf, wie diese Gruppenreisen zur Stärkung der Arbeitskraft genutzt wurden, gleichzeitig aber der Propaganda dienten. Am Beispiel der Moselregion werden die konkreten Abläufe der Fahrten und ihre politische Instrumentalisierung erläutert.

Dr. Christof Krieger ist Leiter des Mittelmosel-Museums in Traben-Trarbach und forscht seit Jahren zur regionalen NS-Geschichte. Bereits 2020 referierte er in Bochum über die Weinpatenschaften des Dritten Reiches. Sein Vortrag verbindet historische Forschung mit anschaulichen Beispielen aus der Praxis der NS-Urlaubsorganisation.

Der Vortrag findet am Mittwoch, 11. Februar, um 19 Uhr im Stadtarchiv, Wittener Straße 47, statt. Der Eintritt ist frei; eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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