Beitrag: Rösler fordert Mut vor Auswärtsspiel in Münster
Pressekonferenz Uwe Rösler

(c) Sebastian Sendlak

Der VfL Bochum 1848 tritt am Freitagabend beim SC Preußen Münster an. Cheftrainer Uwe Rösler spricht vorab über Personal, Taktik und den Gegner.

Für den VfL Bochum 1848 steht am Freitagabend das Auswärtsspiel beim SC Preußen Münster an. Anstoß im Preußenstadion ist um 18:30 Uhr. Vor der Partie äußerte sich Cheftrainer Uwe Rösler auf der Pressekonferenz zur aktuellen Personalsituation. Zudem sprach er über die Stärken des Gegners und die taktischen Anforderungen. Der Fokus liege auf Mut, Disziplin und der Bereitschaft, ein gewisses Risiko einzugehen.

Personalsituation weitgehend stabil

Personell bleibt die Lage beim VfL überschaubar. Matus Bero und Ibrahim Sissoko fehlen weiterhin verletzungsbedingt. Mats Pannewig kehrt dagegen in den Kader zurück und ist laut Rösler definitiv eine Option für das Spiel. Ob er von Beginn an oder zunächst von der Bank kommt, sei noch offen.

Größere Veränderungen im Aufgebot plant der Trainer nicht. Oliver Olsen übernimmt den Platz von Felix Passlack, Pannewig rückt für Kacper Koscierski in den Kader, der am Samstag Spielpraxis in der U21 sammeln soll. „Generell wird sich der Kader nicht großartig verändern“, erklärte Rösler. Der Rest der Mannschaft bleibe unverändert.

Respekt vor Münsters Spielphilosophie

Mit dem SC Preußen Münster wartet ein Gegner, den Rösler sehr genau analysiert hat. Münster sei in der eigenen Hälfte die beste Ballbesitzmannschaft der Liga, sagte der VfL-Coach. In Elversberg habe man gesehen, „was sie mit uns in der ersten Halbzeit gemacht haben“. Die Partie werde daher komplett anders als das Revierderby gegen Schalke.

Rösler sprach von großem Respekt vor der mutigen Spielphilosophie der Gastgeber. Münster agiere mit vielen kurzen Pässen, wenigen Kontakten und versuche, über diagonale Läufe Räume zu öffnen. Hinzu komme Variabilität bei Standards. „Aber wenn wir es gegen den Ball gut machen, werden wir unsere Chancen bekommen“, so Rösler, der betonte, man müsse mutig sein und ein gewisses Risiko eingehen.

Neue Optionen auf den Außenbahnen

Ein besonderes Augenmerk legte der Trainer auf die neuen Außenverteidiger. Auf der linken Seite soll Mikkel Rakneberg schrittweise an den Spielbetrieb herangeführt werden. Er bringe mit seiner Größe sowohl offensiv als auch defensiv Qualitäten mit, sei dynamisch, schlage gute Flanken und gehe mit viel Energie voran, erklärte Rösler.

Ähnlich äußerte er sich über Oliver Olsen auf der rechten Seite. Auch Olsen sei dynamisch und biete zusätzliche Optionen für unterschiedliche Spielverläufe. Zudem verfüge er über ein starkes Kopfballspiel und sei dadurch torgefährlich. Beide Spieler könnten dem VfL neue Variationen im Spiel geben.

Holtmann und Alfa-Ruprecht im Fokus

Zu Gerrit Holtmann sagte Rösler, dass dieser gegen Schalke weniger Defensivarbeit leisten musste und seine Kräfte nach vorne sehr effektiv einsetzen konnte. Dadurch habe die Mannschaft deutlich mehr Sprints gezeigt als noch im Spiel zuvor in Elversberg. In Münster werde jedoch von allen Spielern erwartet, in beide Richtungen intensiv zu arbeiten.

Auch Farid Alfa-Ruprecht thematisierte der Cheftrainer ausführlich. Der junge Offensivspieler habe in der Hinrunde vor allem über rechts für Tiefe gesorgt und wichtige Standards herausgeholt. In der Wintervorbereitung habe sich gezeigt, dass er sich links im letzten Drittel teilweise wohler fühle. „Er ist ein junger Mann in seiner ersten Profi-Saison“, sagte Rösler und betonte, dass man ihm Entwicklung zugestehen müsse, gleichzeitig aber gewisse Prinzipien immer gelten müssten.

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