
Schauspielhaus Bochum
(c) Sebastian Sendlak
Das Schauspielhaus Bochum kündigt mehrere Premieren an. Politische Fragen, gesellschaftliche Beobachtungen und ein umfangreiches März-Programm prägen die kommenden Wochen.
Im Februar und März setzt das Schauspielhaus Bochum inhaltliche Schwerpunkte. Neue Inszenierungen widmen sich politischer Gewalt, familiären Strukturen und sozialen Absurditäten. Hinzu kommen solidarische Aktionen und ein neuer Spielplan. Der Vorverkauf für den März startet Anfang Februar. Auch Spenden und gesellschaftliches Engagement spielen eine Rolle.
Am 14. Februar feiert die deutschsprachige Erstaufführung von Catarina oder Von der Schönheit, Faschisten zu töten Premiere. Die Inszenierung der Regisseurin Mateja Koležnik kreist um die Frage, ob Gewalt ein legitimes Mittel zur Verteidigung von Freiheit und Demokratie sein kann. Im Zentrum steht eine traditionsbewusste Familie und ihr Spiel mit moralischen Grenzüberschreitungen. Die Produktion setzt sich mit politischer Verantwortung und Radikalisierung auseinander.
Kammerspiel über Arbeit und Absurdität
Kurz darauf folgt die Premiere von Die Gehaltserhöhung nach Georges Perec. Regisseur Albrecht Schroeder gibt damit sein Debüt in den Kammerspielen. Das Stück beleuchtet mit Humor und Gesellschaftskritik den Versuch, eine Gehaltserhöhung zu erbitten. Perecs Text variiert diese Alltagssituation in zahlreichen Gedankenspielen. Premiere ist am 19. Februar, weitere Vorstellungen sind bis Ende März geplant.
Aus aktuellem Anlass zeigt sich das Schauspielhaus solidarisch mit den Menschen im Iran, die für Freiheit und Würde kämpfen. Am 15. Februar lädt das Haus zu einem Solidaritätsabend ins Oval Office ein. Der Abend richtet sich an Unterstützerinnen und Unterstützer sowie an Angehörige der Betroffenen.
Spendenaktion mit fünfstelligem Ergebnis
In der laufenden Spielzeit sammelte das Ensemble mit der Aktion Das goldene Tuch insgesamt 30.068,44 Euro. Die Spendensumme kommt verschiedenen Bochumer Organisationen zugute, die sich um geflüchtete und bedürftige Menschen kümmern. Das Theater bedankt sich bei den Zuschauerinnen und Zuschauern für die Beteiligung.
Der Vorverkauf für den März beginnt am 2. Februar. Abonnentinnen und Abonnenten haben bereits früher Zugriff. Auf dem Spielplan stehen unter anderem die Bühnenfassung des Romans Vom Ende der Einsamkeit von Benedict Wells ab dem 7. März im Schauspielhaus. Im Theaterrevier startet ab dem 15. März das Kinderstück Die Traumraumfahrt für Zuschauer ab zwei Jahren. Weitere Programmpunkte sind die Verleihung des Peter-Weiss-Preises an Yael Ronen sowie neue Ausgaben verschiedener Talk- und Serienformate.
Parallel läuft eine kurze Umfrage zur Kommunikation des Theaters. Das Schauspielhaus möchte erfahren, über welche Kanäle das Publikum Informationen erhält und welche Wünsche bestehen. Die Teilnahme dauert rund fünf Minuten.
