
E-Scooter
(c) Jenny Musall
CDU und UWG: Freie Bürger wollen Wildwuchs bei E-Scootern eindämmen. Ein Antrag für den Stadtrat orientiert sich am Vorbild der Stadt Essen.
In Bochum sollen E-Scooter künftig geordneter abgestellt werden. CDU und UWG: Freie Bürger bringen dazu einen gemeinsamen Antrag in den Stadtrat ein. Ziel ist ein verbindliches Abstellkonzept mit festen Zonen und digitalen Kontrollen. Die Verwaltung soll ein entsprechendes Modell samt Zeitplan vorlegen. Grundlage ist ein Regelungssystem, das bereits in Essen umgesetzt wird.
Der Antrag steht auf der Tagesordnung der Ratssitzung am Donnerstag, 5. Februar, um 14 Uhr im RuhrCongress. CDU und UWG fordern die Verwaltung auf, ein Konzept zur Regulierung des Abstellens von E-Scootern zu erarbeiten. Dieses soll sich ausdrücklich am Essener Modell orientieren und schrittweise umgesetzt werden.
Vorbild Essen: Waben und feste Abstellflächen
Nach Angaben der CDU setzt Essen auf eine Einteilung des Stadtgebiets in sogenannte Waben mit einer Kantenlänge von rund 300 Metern. Pro Wabe sind zwei feste Abstellflächen vorgesehen, die etwa durch Bodenmarkierungen und Verkehrszeichen gekennzeichnet sind. In weniger frequentierten Bereichen bleibt das sogenannte Free-Floating-System eingeschränkt möglich.
Christian Haardt, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Ratsfraktion, sieht darin Vorteile für den Straßenraum: „Das führt zwangsläufig zu mehr Ordnung im Straßenraum und mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer.“
Zentraler Bestandteil des Modells ist Geofencing. Die Abstellflächen werden in den Apps der Anbieter angezeigt. Nutzerinnen und Nutzer können die Fahrt nur dann beenden, wenn der E-Scooter in einer ausgewiesenen Zone abgestellt wird.
Auch Hans-Josef Winkler (UWG: Freie Bürger) verweist auf die Auswirkungen für den öffentlichen Raum: „Feste Abstellflächen für E-Scooter in Verbindung mit Parkverbotszonen entlasten die Gehwege und erhöhen die Sicherheit für Fußgänger, insbesondere für Menschen mit eingeschränkter körperlicher Mobilität.“
Erfahrungen aus anderen Städten
Positive Erfahrungen mit der Kombination aus festen Abstellzonen und Geofencing gibt es nach Angaben der Antragsteller auch in anderen Städten. Genannt werden unter anderem München und Berlin-Mitte.
Ob und in welcher Form ein solches Modell in Bochum umgesetzt wird, hängt nun von der Beratung im Stadtrat und der Ausarbeitung durch die Verwaltung ab.
