Beitrag: Bochum-Fonds startet mit höherem Budget und neuem Erscheinungsbild ins Jahr 2026
Julia Wittmann und Inga Wiesen

(c) Bochum Marketing, Sascha Kreklau

Der Bochum-Fonds geht in sein sechstes Jahr. Mehr Fördermittel, ein neues Design und offene Bewerbungsrunden sollen bürgerschaftliche Projekte weiter stärken.

Der Bochum-Fonds setzt 2026 neue Akzente. Die städtische Förderinitiative steht ab sofort mit einem erhöhten Budget zur Verfügung. Gleichzeitig präsentiert sich der Fonds in einem überarbeiteten visuellen Erscheinungsbild. Ziel bleibt es, Projekte aus der Bürgerschaft in allen Stadtteilen zu unterstützen. Bewerbungen sind ab sofort möglich.

Für das Jahr 2026 stehen insgesamt 375.000 Euro zur Verfügung. Die Summe orientiert sich symbolisch an der Einwohnerzahl Bochums. Pro Einwohnerin und Einwohner stellt die Stadt rechnerisch einen Euro bereit. Gefördert werden gemeinwohlorientierte Projekte, die das Leben in den Stadtteilen verbessern.

Kleinere Vorhaben können mit bis zu 7.500 Euro unterstützt werden und werden laufend bewilligt. Für größere Projekte sind Förderungen bis zu 25.000 Euro möglich. Über diese Anträge entscheidet eine Jury.

Neuer Auftritt, klare Informationen

Optisch wurde der Bochum-Fonds überarbeitet. Statt der bisherigen Farbgebung tritt die Initiative 2026 in Lila-Grau auf. Ergänzt wird das Design durch eine Collage bereits umgesetzter Projekte. Ein neuer Flyer informiert kompakt über Förderkriterien, Antragswege und Ansprechpartner.

Die Informationsmaterialien liegen künftig in Bezirkshäusern, Stadtteilbibliotheken und Nachbarschaftstreffs aus. Zusätzlich sind alle Unterlagen online abrufbar.

Antragsberechtigt sind volljährige Privatpersonen, Initiativen, Vereine und gemeinnützige Organisationen. Voraussetzung für eine Förderung ist eine Eigenbeteiligung von 20 Prozent der Gesamtkosten. Diese kann auch durch Sach- oder Arbeitsleistungen erbracht werden.

Projektleiterin Inga Wiesen von Bochum Marketing begleitet Interessierte von der Idee bis zur Umsetzung. Erste Anträge für 2026 sind bereits eingegangen, einzelne Projekte wurden schon bewilligt.

Rückblick auf geförderte Projekte

Ein Blick auf das Jahr 2025 zeigt die Bandbreite der geförderten Maßnahmen. Dazu zählen kulturelle, soziale und stadtteilbezogene Projekte. Beispiele sind die Öffnung des Prinz Regent Theaters für die Bürgerschaft, das Adventssingen in Wattenscheid oder ein Graffiti-Projekt an der Haltestelle am Ruhrstadion.

Auch kleinere Initiativen erzielten Wirkung. Darunter Bildungs- und Artenschutzprojekte an Schulen sowie inklusive Nachbarschaftsinitiativen. Die umgesetzten Maßnahmen sind in einer Broschüre dokumentiert, die in den Bezirksstellen ausliegt und online abrufbar ist.

Der Bochum-Fonds ist eine Kernmaßnahme der Bochum Strategie 2030. Seit 2021 wird er von Bochum Marketing im Auftrag der Stadt umgesetzt. Ziel ist es, Stadtentwicklung gemeinsam mit der Bürgerschaft zu gestalten und lokale Ideen dauerhaft zu fördern.

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