
Einstand nach Maß: Callum Marshall
(c) Sebastian Sendlak
In das erste Heimspiel des Jahres 2026 ging VfL – Coach Uwe Rösler fast mit der gleichen Startelf wie beim 2:2 gegen den Karlsruher SC am 20. Dezember. Lediglich Kwarteng ersetzte Wätjen, der auf der Bank Platz nahm. Dort waren auch die drei Winter – Neuzugänge Marshall, Rakneberg und Sobottka zu finden.
Darmstadt (Tabellenplatz 3) machte gleich zu Beginn deutlich, dass sie sich im VONOVIA-Ruhrstadion nicht verstecken wollen und gingen in der 7. Minute durch Hornby in Führung. Doch bereits drei Minuten später glich Oneyka nach starker Vorarbeit von Alfa-Ruprecht zum 1:1 aus.
Auf die druckvolle Anfangsphase und die spielerische Überlegenheit der Gäste antworten die Hausherren mit Kampf und Leidenschaft, manchmal aber auch überhastet (z.B. in der 24. Minute beim Konter nach Horn-Parade). In der 26. Minute profitierten dann die Hausherren von einem Patzer von Darmstadts Richter und der aufmerksame Hofmann erzielte die 2:1 – Führung für Bochum.
Horn im VfL – Tor verhinderte in der 32. Minute mit einer Parade den Ausgleich, war aber vier Minuten später machtlos als Darmstadts Lindberg in der 36. Minute der Ausgleich gelang und in der Nachspielzeit erzielte Pfeiffer beinahe noch die Gästeführung, aber Wittek blockte auf der Linie. Somit geht es mit dem 2:2 auch in die Halbzeitpause.
Unentschieden zur Halbzeit
Die erste Halbzeit hatte einiges zu bieten: Vier Tore und wechselnde Führungen, bei denen Darmstadt zwar das spielerisch bessere Team war, Bochum aber mit Kampf und Einsatz dagegenhielt und zwischenzeitlich sogar in Führung ging. Am Ende hatte aber wieder Darmstadt die Oberhand.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit starten die Hausherren druckvoll und die vor der Pause dominierenden Gäste konnten sich bei Torhüter Schuhen bedanken, der Hofmanns Kopfball stark parierte (53. Minute) und das Bochums Morgalla weit verzog (55. Minute). Der VfL überzeugte in dieser Phase des Spiels durch Zweikampfstärke und Coach Rösler versuchte durch die Einwechslung von Myoshi (für Kwarteng) in der 61. Minute noch mehr Tempo ins Spiel zu bringen. Auch Darmstadts Coach Kohlfeldt wechselte erstmals (Papela ersetzte Torschützen Hornby).
(c) Sebastian Sendlak
Aber wie es im Fußball so ist: Wenn Du vorne nicht triffst, kriegst Du hinten einen rein. So traf Marseiler in der 68. Minute zum 2:3. Die erneute Darmstädter Führung, die sich zuvor nicht abgezeichnet hatte. Die schnelle Antwort gelang Myoshi nicht (72. Minute), aber Bochum gibt nicht auf und wechselte in der 73. Minute doppelt (Lenz und Morgalla raus und Passlack sowie Neuzugang Marshall rein). Nun begann ein Spiel gegen die Zeit und das „Momentum“ lag wieder bei dem Favoriten aus Darmstadt (der durch den Auswärtssieg auf Tabellenplatz 2 nach Tabellenführer Schalke klettern würde).
Doch Bochum schlug noch einmal zu: Neuzugang Marshall traf per Kopfball zum 3:3. Das VONOVIA-Ruhrstadion brodelte und VfL – Coach Rösler peitschte die blau-weißen Fans vor der Haupttribüne an, dass „Momentum“ war, wieder für den VfL gekippt, der spielerisch eine der besten Saisonleistungen bisher zeigte. Am Ende hätten beide Mannschaften noch den „Lucky Punch“ erzielen können, aber es blieb beim 3:3. Die Bochumer Fans verabschiedeten ihre Mannschaft trotzdem mit Applaus und Gesängen.
Rösler: „Wir dürfen nicht träumen, wir sind im Abstiegskampf“
In der Pressekonferenz nach dem Spiel sagte VfL – Chefcoach Uwe Rösler, dass er vor dem Spiel nicht genau wusste, wo seine Mannschaft stand. Insgesamt seien seine Vorgaben zu 80 Prozent umgesetzt worden, aber über das dritte Gegentor müsse man reden („da haben wir brutal geschlafen“). Der Gegner habe seiner Mannschaft heute alles abverlangt. Und er nehme am Ende den Punkt gerne mit. Trotzdem mahnte er: „Wir dürfen nicht träumen, sondern müssen schnell 40 Punkte sammeln. Die heutige Leistung stimmt mich aber optimistisch.“
Der VfL Bochum spielt am nächsten Spieltag in Elversberg (25. Januar, 13:30 Uhr), bevor das „kleine Revierderby“ VfL Bochum gegen Schalke 04 (31. Januar, 13 Uhr) ansteht.
