
Robeat, Mikail Krahan und Svea Kirschmeier in der Show „Urbanatix: Outta Space“
Nach zwei Jahren der Abwesenheit kehrt Urbanatix zurück nach Bochum. Im RuhrCongress heißt es noch bis zum 31.12.2025 „Outta Space.“ Oder auch, warum ein Handtuch im Weltall unabdingbar ist.
Auf der Suche nach der eigenen Superkraft landet ein Alien samt Transporter im Bochumer RuhrCongress. Dabei wechseln sich in gewohnter Urbanatix-Manier Musik, Akrobatik und Comedy ab. Der Zuschauer wird dabei mit auf eine Reise genommen, die teilweise an „Per Anhalter durch die Galaxis“ angelehnt ist. Zwar soll nicht, wie im Science-Fiction-Roman von Douglas Adams, die Erde vernichtet werden, aber auf der Suche ist das Alien, gespielt von Svea Kirschmeier dennoch nach einer einzigartigen Fähigkeit, die es auf dem Heimatplaneten nicht gibt. Zwischendurch gibt es das eine oder andere zu lachen oder mitzumachen. Auch das Publikum ist mitten drin.
„Urbanatix: Outta Space“ startet kraftvoll mit Gesang und Tanz
Christian Eggert hat es sich nicht nehmen lassen, die rund 2400 Zuschauer im RuhrCongress zu begrüßen. Dabei weist der Regisseur nicht nur auf das Programm hin, sondern auch auf die Lichteffekte der Show. Denn die LED-Leinwände werden im Laufe der Show immer wieder zu wechselnden Kulissen. Mal mit mehr, mal mit weniger Effekten.
Und schon ist das Publikum mitten im Geschehen drin. Mit Beyonces „Crazy in Love“ geht es los. Mit dieser Power startet die Show. Und plötzlich: Ein Stromausfall. Der Saal wird dunkel und zwei weiß gekleidete Personen erscheinen ebenfalls. Ein Alien und ein Transporter (Robeat) sind zu sehen. Sie fragen sich, wo sie gelandet sind. So nimmt eine Geschichte ihren Lauf, bei der der Zuschauer nicht nur selbst Teil der Show wird – und das nicht nur einmal –, sondern auch aus dem Staunen und Lachen nicht herauskommt.
So stellt Mikail Karahan nicht nur seine Cyr-Wheel-Nummer vor, sondern spielt auch den Stagemanager, der durch die Show führt. Dabei baut der Hamburger immer wieder kleine Elemente ein, die stark an den Maulwurf vom Puppenspieler Rene Marik erinnern. Gekonnt setzt sich der Artist ins Publikum, fordert den einen oder anderen Zuschauer auf, mitzumachen.
Keine langen Umbaupausen im RuhrCongress
Um die Umbaupausen auf der Bühne nutzen zu können, lenkt Eggert die Blicke des Publikums geschickt in die anderen Ecken des RuhrCongresses. Nur um hinterher BMX-Fahrer mit Rampe oder Artisten mit Wippe hoch in die Luft katapultieren zu können.
„Wo ist mein Handtuch?“ fragt Kirschmeier. Die Frage ist berechtigt, denn ohne ein Handtuch sollte Mann besonders im Weltall nie aus dem Haus gehen. Das hat schon der Roman „Per Anhalter durch die Galaxis“ verdeutlicht. Aber nicht, wie groß es sein soll. So zeigen Les Beaux Freres eine Handtuchnummer, die nicht nur zum Lachen einlädt, sondern auch zeigt: Ein Handtuch muss nicht groß sein, um alles abzudecken, was nur abzudecken ist.
Ein leerer Tank = kein Zurück zum Heimatplaneten?
Den wenigsten Text in herkömmlicher Form hat Robert Wolf, a. k. a. Robeat. Allerdings nicht den Teil, der die Stimmbänder schont. Anstatt eines normalen Textes gibt der Beatboxer seine Antworten mit harten Techno-Beats, schnellen Drum-and-Base-Rhythmen und sanften Hip-Hop-Klängen. Kirschmeier übersetzt diese gekonnt. Und doch ist am Ende der Tank vom Transporter leer. Nun kommt das Publikum ins Spiel. Gemeinsam muss der Akku aufgeladen werden, damit das Alien nach Hause kommen kann. Dort wird es nicht nur erwartet, sondern auch der Transporter wird benötigt.
Was die einzigartige Fähigkeit des Aliens ist, kann noch bis zum 31.12.2025 erfahren werden.
Bilder zur Show „Ubanatix: Outta Space“:
(Bilder: Sebastian Sendlak)
