Beitrag: Explosion und Brand in Bochum
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Feuerwehr Bochum (c) Sebastian Sendlak

In der Nacht zum 31. Dezember kam es in Bochum zu zwei schweren Einsätzen von Polizei und Feuerwehr. Eine Explosion in einem Mehrfamilienhaus forderte ein Todesopfer. Wenige Stunden später brannte ein Restaurant.

Gleich zwei Einsätze beschäftigten Polizei und Feuerwehr in der Nacht zu Silvester in Bochum. Am Nordring kam es zu einer Explosion in einem Mehrfamilienhaus. Eine 70-jährige Frau verstarb nach einem medizinischen Notfall im Krankenhaus. Die Ursache der Explosion ist weiterhin unklar. In den frühen Morgenstunden folgte ein weiterer Einsatz wegen eines Brandes in einem Restaurant an der Kohlenstraße.

Explosion in Mehrfamilienhaus am Nordring

Gegen 0.45 Uhr ereignete sich in einem Mehrfamilienhaus am Nordring 37 eine Explosion. Der Explosionsort lag in einer Erdgeschosswohnung. Durch die Druckwirkung wurde ein Fenster aus der Verankerung gerissen und auf die Straße gedrückt. Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Technischem Hilfswerk wurden alarmiert.

Alle Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses wurden evakuiert. In einer angrenzenden Wohnung musste eine 70-jährige Frau reanimiert werden. Trotz sofort eingeleiteter medizinischer Maßnahmen verstarb sie später im Krankenhaus. Ob ein Zusammenhang zwischen dem medizinischen Notfall und der Explosion besteht, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen.

Die 48-jährige Bewohnerin der betroffenen Wohnung sowie ein 46-jähriger Besucher aus Herne wurden vorläufig festgenommen. Beide blieben unverletzt. Zur weiteren Aufklärung setzte das Polizeipräsidium Bochum eine Ermittlungsgruppe ein. Die Ursache der Explosion ist bislang ungeklärt. Die Maßnahmen vor Ort dauerten in der Nacht weiter an.

Brand in Restaurant an der Kohlenstraße

Wenige Stunden später, gegen 4.20 Uhr, wurde die Feuerwehr Bochum zu einem weiteren Einsatz gerufen. In einem Restaurant, das sich in einem Supermarktgebäude an der Kohlenstraße befindet, hatte eine Polizeistreife Rauchentwicklung festgestellt. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte drang dichter Rauch aus den Räumlichkeiten.

Ein Trupp unter Atemschutz verschaffte sich gewaltsam Zugang und konnte den Brand nach kurzer Zeit lokalisieren und löschen. Anschließend wurde das Gebäude belüftet. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand.

Nach rund eineinhalb Stunden war der Einsatz beendet. Insgesamt waren etwa 30 Feuerwehrkräfte vor Ort. Die Brandstelle wurde zur weiteren Untersuchung an die Polizei übergeben. Auch hier ist die Brandursache bislang nicht bekannt.

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