
NoL-21
Schauspielhaus Bochum
Am Samstag, 10. Januar 2026, um 19.30 Uhr präsentieren Michael Maertens und Katja Kolm in den Kammerspielen des Schauspielhaus Bochum ausgewählte Texte von Alexej Nawalny und seiner Witwe Julia Nawalnaja.
Nawalnys Briefe aus dem Gefängnis und seine Reden bei Gerichtsverfahren haben ein eigenes literarisches Format entwickelt. Sie zeigen ihn als nüchternen Analytiker, leidenschaftlichen Propheten, strengen und ironischen Ankläger sowie liebenden Ehemann. In seinen Schriften analysiert er die russische Regierung, beschreibt das Leben in russischen Gefängnissen, unternimmt Ausflüge in die Geschichte seines Landes und teilt persönliche Erfahrungen.
Katja Kolm begann 2021 mit der Sammlung von Nawalnys Gefängnisschriften. Gemeinsam mit Michael Maertens entstand daraus die Lesung „Hallo, hier spricht Nawalny“, die 2024 bei den Salzburger Festspielen uraufgeführt wurde. Die Texte stammen aus dem Zeitraum von September 2020 bis Februar 2024 und vermitteln das briefliche Vermächtnis des russischen Widerstands sowie die Frage, wie Menschlichkeit unter unmenschlichen Bedingungen bewahrt werden kann.
Die Lesung bietet den Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit, Nawalnys Perspektiven auf Politik, Geschichte und persönliches Schicksal in einer intensiven und eindringlichen Form kennenzulernen.
Ort: Schauspielhaus Bochum, Kammerspiele
Zeit: Samstag, 10. Januar 2026, 19.30 Uhr
