Beitrag: Hofmann köpft den VfL Bochum zum Sieg gegen Bielefeld
Torjubel nach dem 1:0 durch Philipp Hofmann

(c) Sebastian Sendlak

Der VfL Bochum setzt seine Erfolgsserie fort und gewinnt ein intensives Duell gegen Arminia Bielefeld. Philipp Hofmann entscheidet die Partie mit einem Kopfballtor.

Der VfL Bochum 1848 bleibt nach dem 1:0-Heimsieg am 15. Spieltag in der 2. Fußball Bundesliga gegen Arminia Bielefeld auf der Erfolgsspur. In einer intensiven Partie hat ein Kopfballtreffer von Philipp Hofmann das Spiel zugunsten der Blau-Weißen entschieden. Trainer Uwe Rösler spricht anschließend von einer „Riesen-Herausforderung“ und lobt sein Team für die Entwicklung der letzten Wochen. Auch Gästetrainer Mitch Kniat sieht „zwei ausgeglichene Halbzeiten“ und hadert mit ausgelassenen Chancen. Mit dem Heimsieg springt der VfL vorerst in die obere Tabellenhälfte.

Verzögerter Spielbeginn und intensiver Auftakt

Das Spiel beginnt aufgrund von Pyrotechnik und Böllern mit zweiminütiger Verzögerung. Beide Mannschaften starten anschließend mit hoher Intensität und vielen Zweikämpfen. Arminia Bielefeld setzt früh offensive Akzente und erarbeitet sich die erste große Torchance. Bochum braucht etwas Zeit, findet dann aber über Wätjen und Hofmann besser ins Spiel. „Wir waren zu passiv, Bielefeld hatte das Momentum klar auf seiner Seite“, erklärt VfL-Trainer Uwe Rösler.

Im weiteren Verlauf entwickelt sich ein zweikampfbetontes Spiel, in dem die Gastgeber vermehrt zu Kontern kommen. Besonders Kjell Wätjen sorgt mehrfach für gefährliche Aktionen im letzten Drittel. Bielefeld bleibt jedoch ebenfalls präsent und zwingt VfL-Keeper Horn zu mehreren Paraden. „Beide Teams hatten ihre Chancen, wir hätten das 1:0 machen müssen“, sagt Arminia-Trainer Kniat.

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(c) Sebastian Sendlak

Chancen auf beiden Seiten – doch lange fehlt das Tor

Bochum steigert sich im Laufe der ersten Halbzeit deutlich und arbeitet sich in die Partie. Mehrere schnelle Umschaltsituationen führen zu guten Gelegenheiten, die jedoch ungenutzt bleiben. Arminia Bielefeld verteidigt kompakt und sucht immer wieder den Abschluss über Russo und Mehlem. „Wir haben die Messlatte gegen Stuttgart hochgelegt und wollten genauso auftreten“, sagt Wätjen rückblickend.

Die zweite Halbzeit beginnt mit einem offenen Schlagabtausch, bei dem beide Mannschaften auf den Führungstreffer drängen. Nach mehreren Wechseln gewinnt die Partie an Tempo und Struktur. Besonders die Einwechslung von Kwarteng belebt das Offensivspiel der Blau-Weißen sichtbar. Rösler hebt ihn später ausdrücklich hervor: „Momo hat sein bislang bestes Spiel für uns gemacht. Seine Vorlage war überragend.“

Hofmann entscheidet die Partie per Kopf

In der 70. Minute fällt schließlich die Entscheidung: Kwarteng setzt sich auf der Außenbahn stark durch, flankt präzise in den Strafraum, wo Philipp Hofmann kraftvoll einköpft. Der Angreifer beschreibt die Szene später so: „Es war eine super Flanke, schwer zu verteidigen. Wir haben uns das Spielglück heute erarbeitet.“ Bielefeld versucht anschließend, den Ausgleich zu erzwingen, scheitert jedoch mehrfach an der Bochumer Defensive.

Auch Hofmann selbst hat kurz vor Schluss die Chance auf sein zweites Tor, wird aber im letzten Moment gebremst. Die Schlussminuten sind geprägt von intensiver Defensivarbeit und mehreren Gelben Karten. „Bochum hat das Tor gemacht und gut verteidigt. Wir müssen uns vorwerfen, zu wenig aus unseren 50/50-Situationen gemacht zu haben“, bilanziert Kniat.

Bochum festigt den Aufwärtstrend

Nach dem Abpfiff überwiegt beim VfL die Zufriedenheit über den nächsten Schritt aus der unteren Tabellenregion. Hofmann erklärt die Bedeutung des Heimsiegs: „Wir sind als Team gefestigt und kommen nach Rückschlägen immer wieder zurück.“ Auch Wätjen mahnt trotz des Erfolgs zur Konzentration: „Der Abstand nach unten ist nicht groß. Wir müssen weiter punkten.“

Für Arminia Bielefeld bleibt die Enttäuschung über die verpassten Möglichkeiten, während Bochum mit nun 19 Punkten ein positives Zwischenfazit zieht. „Man kann von einem Turnaround sprechen“, sagt Rösler und lobt sein Team für die Reaktion nach dem Pokalaus. Der VfL geht damit mit Rückenwind in die kommenden Aufgaben.

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