
FRITZ 25_GewinnerInnen, Jurys, Thomas Eiskirch und Armin Rohde_c_Jörg Gröger
Der 49. Fritz-Wortelmann-Preis für Figurentheater ist am Sonntag, 21. September, in den Kammerspielen des Schauspielhauses Bochum vergeben worden. Drei Tage lang zeigten 100 Beteiligte aus acht Bundesländern insgesamt 18 Produktionen. Den Abschluss bildete die feierliche Preisverleihung, bei der Oberbürgermeister Thomas Eiskirch die Auszeichnungen überreichte.
In der Kategorie Professioneller Nachwuchs überzeugte Akira Schroth aus Berlin mit dem Objekttheaterstück „fly with u“. Die Jury hob die sensible Darstellung und die Verbindung von fiktiver Liebesgeschichte mit realer Gewaltgeschichte der 1990er-Jahre hervor. Schroth erhielt die FRITZ-Trophäe des Bildhauers Christoph Platz, die in diesem Jahr Armin Rohde nachempfunden ist.
Die Kategorie Erwachsene Amateure brachte zwei Preisträger hervor: Lara Reimer, Johanna Renard und Jan Speiser aus Rostock wurden für ihre Performance „10m – kein zurück“ mit 4.000 Euro ausgezeichnet. Angelika Albrecht-Schaffer aus Augsburg erhielt einen Ehrenpreis für ihr langjähriges Engagement in der Amateur-Figurentheaterszene sowie für ihre Inszenierung „Tante Ernas Handtasche“.
Bei Schultheater & Jugendclubs setzte sich die Theaterakademie des tjg. Dresden mit „Unerhört“ durch. Die Jury lobte die Kreativität und die gesellschaftliche Relevanz der Inszenierung. Auch dieser Preis ist mit 4.000 Euro dotiert.
Festivalleiterin Helene Ewert und Christofer Schmidt zeigten sich zufrieden mit ihrer ersten Ausgabe des Wettbewerbs: „Wir danken allen Teilnehmenden und unserem Team für ein intensives und bereicherndes Festival.“
Der Fritz-Wortelmann-Preis gilt als ältester Kulturpreis Bochums. Er wird von der Stadt, dem Bund, dem Land NRW sowie der Stiftung der Sparkasse Bochum gefördert und 2026 in seine 50. Runde gehen.
