Beitrag: CDU fragt nach Erreichbarkeit von Kleingartenanlagen für Rettungsdienste
Sperrpfosten

Die CDU-Ratsfraktion Bochum beschäftigt sich aktuell mit der Frage, ob Rettungswege in Kleingartenanlagen im Ernstfall ausreichend gesichert und gleichzeitig jederzeit zugänglich sind. Hintergrund ist ein Vorfall am 10. April 2026 in der Kleingartenanlage in Riemke, bei dem der Rettungsdienst nach Angaben der CDU nur verzögert zu einem medizinischen Notfall gelangen konnte.

Versperrter Zugang in Riemke

Nach Darstellung der CDU war ein Absperrpfosten mit einem Vorhängeschloss gesichert. Der Rettungsdienst habe die Anlage zunächst nicht unmittelbar erreichen können. Kritisch gesehen wird dabei insbesondere, dass sich offenbar kein Bolzenschneider zur schnellen Entfernung des Schlosses im Einsatzfahrzeug befunden habe.

CDU-Umweltpolitiker Dr. Daniel Obitz fordert deshalb eine genaue Aufklärung durch die Stadtverwaltung. Im Fokus stehen dabei zwei zentrale Fragen: Wie wird sichergestellt, dass Rettungsfahrzeuge Kleingartenanlagen jederzeit erreichen können – und ist die notwendige Ausrüstung in den Fahrzeugen tatsächlich flächendeckend vorhanden?

Widerspruch zu früheren Angaben

Die CDU verweist zudem auf eine frühere Antwort der Verwaltung aus dem Dezember 2024. Damals hieß es, dass Rettungswagen grundsätzlich mit geeignetem Werkzeug wie Bolzenschneidern ausgestattet seien, um verschlossene Sperrpfosten ohne Zeitverlust öffnen zu können.

Obitz betont, dass im Notfall jede Minute entscheidend sei. Daher müsse geklärt werden, warum es in dem konkreten Einsatz zu Verzögerungen kam und unter welchen Bedingungen Sperrpfosten überhaupt verschlossen werden dürfen.

Die Anfrage der CDU soll nun im Rahmen der politischen Beratung in der Stadtverwaltung weiter aufgearbeitet werden.

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