
Oberbürgermeister Jörg Lukat, Hartmut und Christine Räder, Bettina Eickhoff und Jürgen Hohmann (Sparkasse Bochum) stellen die neue Stiftung „Gemeinsam für Bochum“ vor
Foto: Jens Matheuszik
Mit der Gründung der „Gemeinsam für Bochum – Stiftung“ entsteht ein starkes Instrument für gemeinnützige Projekte. Die Stiftung bietet Bürgerinnen, Bürgern und Unternehmen vielfältige Möglichkeiten, sich direkt für ihre Stadt einzusetzen.
Eine Initiative ist ein Gemeinschaftswerk. Unabhängig voneinander sind die Pläne für eine solche Institution in der Bürgerschaft, der Stadtverwaltung und bei der Sparkasse Bochum gereift. Seit Januar 2026 ist die Stiftung offiziell durch die Bezirksregierung Arnsberg anerkannt und bereit, das soziale Gefüge der Stadt nachhaltig zu stärken.
Passgenauigkeit statt Schablone
Die neue Stiftung deckt fast alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens ab – von Wissenschaft und Forschung über Umwelt- und Klimaschutz bis hin zur Förderung des Sports. Dabei soll „Passgenauigkeit statt Schablone“ die Leitlinie für alle Förderungen sein. Oberbürgermeister Jörg Lukat sieht darin eine große Chance für die Stadtidentität: „Mit der Stiftung entstehe ein starkes Fundament für das, was Bochum ausmacht: Zusammenhalt, Verantwortungsbewusstsein und die Bereitschaft, gemeinsam etwas für Bochum zu bewegen“, so Lukat.
Die Stiftung sei laut dem Oberbürgermeister weit mehr als ein reines Finanzinstrument; sie sei vielmehr ein „Ausdruck von Verbundenheit mit Bochum und ein Bekenntnis dazu, unsere Stadt gemeinsam zu gestalten“. Diese positive Kraft der Stadtgesellschaft spiegelt sich auch in der Motivation der bürgerlichen Gründungsmitglieder wider. Hartmut Räder betont, dass die Realisierung der Stiftung ein „tief gehegter Wunsch“ gewesen sei, während Bettina Eickhoff ergänzt, dass dieses Engagement es ermögliche, der Gesellschaft etwas zurückzugeben.
Flexibles Engagement für alle Bochumer
Das Besondere an der Gemeinschaftsstiftung ist ihre Zugänglichkeit. Unterstützung ist in vielen Formen willkommen – sei es als kleine Spende ab einem Euro, als Zustiftung in das Grundstockvermögen oder durch die Errichtung eines eigenen Stiftungsfonds mit individueller Zweckbestimmung. Die Sparkasse Bochum fungiert dabei als Initiatorin und stellt die organisatorische Basis sowie das Startkapital sicher.
Jürgen Hohmann, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Bochum, erklärt, dass man mit der Stiftung die Möglichkeit für alle Engagierten schaffe, „sich selbst für Bochum einzubringen – aus Verantwortung für unsere Stadt und für die Menschen, die in ihr leben“. Ziel sei es, die lokale Identität zu festigen, indem „Not vor der eigenen Tür durch Mildtätigkeit gelindert, Gutes erhalten und Fortschritt sowie Sicherheit gefördert werden können“. Entsprechend hat die Sparkasse einmalig 250.000 € gezahlt. Außerdem spendet das Unternehmen in den nächsten vier Jahren insgesamt 400.000 € – also 100.000 € pro Jahr – auf das Konto der Stiftung ein.
Geleitet wird das Kuratorium der Stiftung vom amtierenden Oberbürgermeister. Aktuell arbeiten die Teams der Sparkasse am finalen Markenbild, um die Stiftung mit einer neuen Website und Broschüren für alle Bochumer sichtbar und erreichbar zu machen. Ziel ist es, dass die Stiftung bis September 2026 die finalen Arbeiten abgeschlossen hat und ab Oktober diesen Jahres ihre Arbeit aufnehmen kann.
