Beitrag: Ruhrtriennale 2026 startet mit Bowie-Hommage in Bochum
Ruhrtriennale in der Jahrhunderthalle

(c) Sebastian Sendlak

Mit einer großen Musiktheaterproduktion in der Jahrhunderthalle Bochum eröffnet die Ruhrtriennale am 20. August ihre Spielzeit 2026. Unter dem Titel „Rebel Rebel“ widmet sich die Inszenierung dem künstlerischen Erbe von David Bowie und markiert gleichzeitig den Auftakt des Festivals unter Intendant Ivo van Hove.

Die Produktion versteht sich als zeitgenössischer Kommentar auf gesellschaftliche Entwicklungen zwischen Entfremdung, Kontrolle und Widerstand. Im Zentrum steht die Geschichte eines jungen Paares, das sich gegen eine zunehmend dystopisch geprägte Weltordnung behauptet. Die musikalische Leitung übernimmt Henry Hey, die Choreografie stammt von Sidi Larbi Cherkaoui. Eine der Hauptrollen spielt Daniel Donskoy.

Unter dem Motto „Longing for tomorrow“ präsentiert die Ruhrtriennale bis zum 20. September insgesamt 114 Veranstaltungen an zwölf Spielorten in Bochum, Duisburg, Essen, Dortmund und Gladbeck. Darunter befinden sich zahlreiche Eigen- und Koproduktionen, Uraufführungen sowie internationale Erstaufführungen.

Ein weiteres Highlight ist die Performance „Balkan Erotic Epic“ der Performancekünstlerin Marina Abramović. In einer frei begehbaren Installation bewegt sich das Publikum durch 13 Szenen, die sich mit Erotik und Spiritualität der Balkan-Mythologie beschäftigen. Ergänzend ist ein Gespräch Abramovićs im Rahmen der Diskursreihe in der Jahrhunderthalle geplant.

Auch neue Formate für unterschiedliche Zielgruppen sind Teil des Programms. Mit „Univers“ entsteht erstmals eine Produktion für Kleinkinder im Alter von null bis zwei Jahren, die das Weltall über Klang und Bewegung erfahrbar macht. Das Festivalzentrum „Wunderland“ dient erneut als offener Begegnungsort mit Konzerten, Performances und Partys.

Der Vorverkauf für das Festival ist bereits gestartet. Insgesamt gehen rund 45.000 Karten in den Verkauf. Die Ruhrtriennale gilt als eines der bedeutendsten Festivals für zeitgenössische Kunst in Europa und nutzt die Industriearchitektur des Ruhrgebiets als Bühne für internationale Produktionen.

Auf Social Media teilen