Beitrag: Exzellenzstrategie: CASA startet in zweite Förderphase
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Mit einem Festakt in der Jahrhunderthalle Bochum hat das Exzellenzcluster CASA den Beginn seiner zweiten Förderperiode gefeiert. Das Projekt wird im Rahmen der Exzellenzstrategie weitere sieben Jahre gefördert.

Das Exzellenzcluster CASA – Securing the Digital Society ist in eine neue Förderphase gestartet. Anlass war ein Festakt am 4. Februar 2026 in der Jahrhunderthalle Bochum. Rund 230 Gäste aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft nahmen teil. Im Mittelpunkt stand die erneute Förderung durch Bund und Länder. Sie stärkt den Wissenschaftsstandort Bochum nachhaltig.

Festakt mit Gästen aus Politik und Wissenschaft

Zu den Gästen zählte auch Ina Brandes, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Veranstaltung wurde von der Journalistin Eva Wolfangel moderiert. Vertreterinnen und Vertreter aus Forschungseinrichtungen, Unternehmen und kommunalen Institutionen nutzten den Abend zum Austausch über aktuelle Entwicklungen der Cybersicherheitsforschung.

Im Mai 2025 hatte die Deutsche Forschungsgemeinschaft bekannt gegeben, dass CASA für weitere sieben Jahre gefördert wird. Das Fördervolumen beläuft sich auf rund 53 Millionen Euro. Das Cluster ist am Horst-Görtz-Institut für IT-Sicherheit der Ruhr-Universität Bochum angesiedelt.

Bedeutung der Förderung für den Standort Bochum

Wissenschaftsministerin Ina Brandes ordnete die Weiterbewilligung in einen größeren Zusammenhang ein. Sie verwies auf die wachsende Bedeutung von Cybersicherheit für Staat, Wirtschaft und Gesellschaft. Die Forschungsergebnisse aus Bochum leisteten einen wichtigen Beitrag zum Schutz sensibler Daten und kritischer Infrastrukturen.

Auch für den Wissenschaftsstandort Bochum gilt die Förderung als strategisch relevant. Die Stadt hat sich in den vergangenen Jahren international als Zentrum der Cybersicherheitsforschung etabliert. Die erneute Bewilligung festigt diese Position.

Einblicke in Forschung und künftige Schwerpunkte

Vorträge, Kurzpräsentationen und Science Slams gaben Einblicke in die Arbeit des Clusters. Thematisiert wurden aktuelle digitale Verwundbarkeiten, neue Angriffsszenarien und technologische Entwicklungen. Forschende stellten zudem die inhaltlichen Schwerpunkte der kommenden Förderperiode vor.

CASA-Sprecher Prof. Dr. Eike Kiltz verwies auf den raschen technologischen Wandel. Neue Technologien wie generative Künstliche Intelligenz, Quantencomputing oder Kryptowährungen stellten die digitale Gesellschaft vor neue Herausforderungen. Ziel der Forschung sei es, langfristige Sicherheitskonzepte für Bürgerinnen und Bürger, Institutionen und demokratische Prozesse zu entwickeln.

Impulse für Stadt und Universität

Oberbürgermeister Jörg Lukat hob die Bedeutung des Clusters für die Stadt hervor. CASA trage dazu bei, internationale Fachkräfte nach Bochum zu holen und Perspektiven für den wissenschaftlichen Nachwuchs zu schaffen. Davon profitierten sowohl die Ruhr-Universität Bochum als auch der Arbeitsmarkt vor Ort.

Auch der Rektor der Ruhr-Universität Bochum, Prof. Dr. Martin Paul, unterstrich die Rolle von CASA innerhalb der Exzellenzstrategie. Die Förderung bestätige die wissenschaftliche Qualität des Clusters und seine Bedeutung für die strategische Entwicklung der Universität, auch im Verbund mit der TU Dortmund.

Internationale Anerkennung und Ausblick

Bereits in der ersten Förderphase von 2019 bis 2025 erzielte CASA internationale Sichtbarkeit. Forschende des Clusters wurden mehrfach ausgezeichnet, darunter mit dem Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis der DFG für Eike Kiltz.

In der neuen Förderperiode setzt CASA auf interdisziplinäre Zusammenarbeit, Transfer in die Praxis und internationale Vernetzung. Kooperationen mit Unternehmen wie Google, Amazon oder Meta sollen weiter ausgebaut werden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt zudem auf Nachwuchsförderung, Diversität und Chancengleichheit.

Beim anschließenden Empfang nutzten die Gäste die Gelegenheit zum persönlichen Austausch. Der Blick richtete sich dabei vor allem auf die kommenden Jahre der Cybersicherheitsforschung in Bochum.

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