
Kooperationsvereinbarung
Kooperationsvereinbarung zwischen der Stadt Bochum und Berufskollegs in städtischer Trägerschaft, 21.01.2026. +++ Foto: Lutz Leitmann/Stadt Bochum
Stadt Bochum und fünf städtische Berufskollegs haben eine Kooperationsvereinbarung zum Regionalen Bildungszentrum unterzeichnet. Der bisherige Schulversuch geht damit in den Regelbetrieb über.
Bochum verstetigt ein zentrales Bildungsprojekt. Mit einer neuen Kooperationsvereinbarung sichern Stadt und Berufskollegs die Zusammenarbeit im Regionalen Bildungszentrum dauerhaft ab. Grundlage ist ein aktueller Runderlass des Landes NRW. Er schafft den rechtlichen Rahmen für die Fortführung. Ziel ist eine engere Verzahnung von Schule, Arbeitsmarkt und regionalen Akteuren.
Das Regionale Bildungszentrum der Berufskollegs Bochum wurde bislang im Rahmen eines landesweiten Schulversuchs erprobt. Mit der Unterzeichnung der Vereinbarung wird dieses Modell nun dauerhaft etabliert. Der Schritt folgt dem kürzlich veröffentlichten Runderlass des Landes Nordrhein-Westfalen, der regionale Bildungszentren rechtlich absichert und ihre Weiterentwicklung ermöglicht.
Verantwortungsgemeinschaft für Fachkräftesicherung
Kern der Vereinbarung ist die Bildung einer Verantwortungsgemeinschaft. Beteiligt sind neben den Berufskollegs die Stadt Bochum, die Agentur für Arbeit, Kammern, die Wirtschaftsförderung sowie weitere regionale Partner. Gemeinsam sollen berufliche Bildung, Übergänge in Ausbildung und Beschäftigung sowie die Fachkräftesicherung systematisch weiterentwickelt werden.
Beteiligt sind das Alice-Salomon-Berufskolleg, das Klaus-Steilmann-Berufskolleg, das Louis-Baare-Berufskolleg, die Technische Berufliche Schule 1 und das Walter-Gropius-Berufskolleg. Rund 10.000 Schülerinnen und Schüler in etwa 500 Klassen werden dort unterrichtet. Bereits im Schulversuch wurden gemeinsame Beratungskonzepte, Fortbildungsformate und Kooperationsstrukturen aufgebaut.
Stadt sieht langfristige Sicherung erfolgreicher Strukturen
Oberbürgermeister Jörg Lukat verweist auf die bisherigen Ergebnisse der Zusammenarbeit. Die Berufskollegs hätten gezeigt, wie regionale Vernetzung und abgestimmte Konzepte zur Weiterentwicklung beruflicher Bildung beitragen können. Die Vereinbarung sichere diese Ansätze dauerhaft ab.
Auch Bildungsdezernent Dietmar Dieckmann hebt den kooperativen Ansatz hervor. Die Vereinbarung sei ein Signal für die Region, Bildung gemeinsam zu gestalten und jungen Menschen verlässliche Perspektiven zu eröffnen. Die Verzahnung mit regionalen Arbeitsmarktbedarfen spiele dabei eine zentrale Rolle.
Schulleitungen erwarten neue Impulse
Aus Sicht der Schulleitungen eröffnet die institutionelle Verankerung neue Handlungsspielräume. Johannes Kohtz-Cavlak, Sprecher des Regionalen Bildungszentrums, betont die Möglichkeit, Ressourcen stärker zu bündeln und gemeinsam neue Bildungsangebote zu entwickeln. Ziel bleibe eine praxisnahe Vorbereitung auf berufliche Wege.
Mit dem Übergang in den Regelbetrieb ist der Weg für eine kontinuierliche Weiterentwicklung des Regionalen Bildungszentrums geebnet. Stadt und Berufskollegs setzen damit auf eine langfristig abgestimmte Bildungsstrategie, die Schule, Wirtschaft und Verwaltung enger miteinander verbindet.
