
Uwe Rösler – Cheftrainer des VfL Bochum 1848
(c) Sebastian Sendlak
Der VfL Bochum 1848 tritt am Samstag beim 1. FC Kaiserslautern an. Nach der Heimpleite gegen Bielefeld wollen die Blau-Weißen vor über 45.000 Fans punkten.
Am achten Spieltag der 2. Bundesliga reist der VfL Bochum 1848 in die Pfalz zum traditionsreichen Duell auf den Betzenberg. Anpfiff im Fritz-Walter-Stadion ist am Samstag um 13 Uhr vor mindestens 45.296 Zuschauern, darunter gut 2.140 mitreisende Fans aus dem Revier. Während die Gastgeber zuletzt ein 0:0 in Heidenheim verbuchten, mussten die Bochumer zu Hause eine bittere 0:1-Niederlage gegen Arminia Bielefeld hinnehmen. Das Aufeinandertreffen ist zugleich die Begegnung zweier defensivstarker Teams, die sich im bisherigen Saisonverlauf vor allem im Abschluss schwertun. Trainer Uwe Rösler freut sich auf die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte und erwartet eine intensive Begegnung.
Traditionsduell am achten Spieltag der 2. Bundesliga in Kaiserslautern
Beide Vereine blicken auf eine lange Historie mit bisher 75 Pflichtspielen gegeneinander zurück, in denen der VfL 43 Mal punkten konnte. Bei den Gästen kehrt Janne Stöcker nach seiner Pause wieder in den Kader zurück und bietet dem Trainerteam zusätzliche Optionen auf dem Flügel. Uwe Rösler erklärt den Stellenwert der richtigen Mentalität für das schwere Auswärtsspiel vor stimmgewaltiger Kulisse. „Wir müssen mental, körperlich und fußballisch alles in die Waagschale werfen, um dort zu bestehen“, fordert der Cheftrainer des VfL Bochum 1848. Er stellt klar, dass die Mannschaft die Trainingsqualität nun zwingend am Matchtag auf den Platz bringen müsse.
Die Trainingswoche an der Castroper Straße stand ganz im Zeichen der taktischen Vorbereitung und der Beseitigung eigener Schwächen bei Standardsituationen. Rösler verweist darauf, dass die Pfälzer auf dem zweiten Ball extrem gefährlich agieren und defensiv kaum Gegentore zulassen. „Wir wollen sie knacken, indem wir unsere Chancen nutzen, die wir uns reinweise speziell in den Auswärtsspielen erarbeitet haben“, erklärt Rösler den Plan für das Offensivspiel. Er wolle an der bewährten Grundidee festhalten und setze auf Konzentration bei Kontern sowie hohe Zweikampfbereitschaft im Mittelfeldzentrum. Vor allem gegen das schnelle Umschaltspiel der Roten Teufel müsse die Defensive kompakt stehen.
FCK‑Cheftrainer Thorsten Lieberknecht erwartet intensiven Schlagabtausch
Auf Seiten des 1. FC Kaiserslautern warnt Trainer Thorsten Lieberknecht vor der individuellen Klasse und Erfahrung der Gäste aus dem Ruhrgebiet. Trotz der jüngsten Heimniederlage der Bochumer schätze er den Gegner als ein stabiles Gebilde ein, das defensiv wenig anbiete und gefährliche Spitzen besitze. „Das Spiel zwischen Kaiserslautern und Bochum ist ein Traditionsduell. Also ist von daher erstmal die Freude da, dass jetzt so ein Gegner kommt“, betont Lieberknecht auf der Pressekonferenz. Beide Mannschaften zeichnen sich bislang durch starke Abwehrreihen aus, während in der Offensive die letzte Kaltschnäuzigkeit noch fehle. Die Pfälzer wollen mit hoher Laufbereitschaft und früher Zweikampfführung dagegenhalten.
Besonderes Augenmerk liege auf der Nutzung eigener Chancen nach schnellen Ballgewinnen und präzisen Umschaltmomenten. Lieberknecht fordert von seinen Schützlingen vor heimischem Publikum Geduld und die nötige Ruhe vor dem gegnerischen Gehäuse. „Wir haben eine Art Fußball zu spielen, wo wir jetzt in den letzten Wochen eben ordentlich gepunktet haben, wo wir fußballerische Elemente verpacken mit der körperlichen, athletischen Komponente“, erklärt Lieberknecht. Für den VfL Bochum wird es darauf ankommen, den Druckphasen der Hausherren standzuhalten und die eigene Effizienz in fremden Stadien erneut abzurufen. Ein Sieg in der Pfalz könnte für die Mannschaft von Uwe Rösler die ersehnte Trendwende nach den jüngsten Rückschlägen einleiten.
