
Dr. Hans-Dieter Holtzmann
(c) Friedrich-Naumann-Stiftung
Die Friedrich-Naumann-Stiftung lädt zu einer Podiumsdiskussion an die Ruhr-Universität Bochum ein. Diskutiert wird über Lehren aus Mileis Kettensägen-Politik.
Seit dem Amtsantritt des argentinischen Präsidenten Javier Milei verfolgt das südamerikanische Land einen radikalen Reformkurs mit starkem Fokus auf Bürokratieabbau. Während die dortige Wirtschaft einen beachtlichen Aufschwung verzeichnet, stehen drastische Einschnitte weiterhin in der gesellschaftlichen Kritik. Dr. Hans-Dieter Holtzmann, Leiter des Regionalbüros der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, analysiert die aktuellen Entwicklungen am 19. Oktober an der Ruhr-Universität Bochum. Gemeinsam mit Léon Beck, dem Kreisvorsitzenden der FDP Bochum, debattiert der Experte über mögliche Konsequenzen und Vorbildfunktionen für die deutsche Politik. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich aktiv mit eigenen Fragen in das offene Gespräch einbringen.
Bürokratieabbau im Fokus: Argentinien als Modell für NRW?
Im Mittelpunkt der Debatte steht die Frage, welche Handlungsansätze der argentinische Reformkurs für Nordrhein-Westfalen und den Bund bereithält. In Deutschland beklagen Unternehmen, Selbstständige sowie Bürgerinnen und Bürger seit Jahren eine steigende Regelungsdichte und zeitraubende Verfahrensabläufe. Gleichzeitig bleiben politische Initiativen zur Entlastung nach Einschätzung von Wirtschaftsvertretern hinter den formulierten Zielen zurück. Für deutliche Kontroversen sorgt in diesem Zusammenhang die Ankündigung von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil, für neue Steuern auf Zucker und Plastik rund 1000 zusätzliche Beamte einzustellen. Die Veranstalter betonen, dass es keineswegs um ein unkritisches Übertragen gehe, sondern um eine differenzierte Einordnung des südamerikanischen Reformmodells.
Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit unterstreicht, dass man aus unterschiedlichen Blickwinkeln auf die dortigen Umwälzungen schauen wolle. Eine lebhafte Beteiligung aus dem Publikum ist ausdrücklich erwünscht, um den Austausch vielschichtig zu gestalten. Die Podiumsdiskussion findet von 18:30 Uhr bis 20:00 Uhr im Gebäude IA der Ruhr-Universität Bochum an der Universitätsstraße 150 statt. Konkret öffnet der Veranstaltungsraum IA 02/460 für den kostenfreien Vortrags- und Diskussionsabend seine Türen. Anmeldungen sind online über das Stiftungsportal, per E-Mail unter service@freiheit.org oder telefonisch möglich.
