
Bei unterschiedlichen Veranstaltungen konnten Kinder Biodiversität hautnah erleben.
(c) Tierpark Bochum
Großer Erfolg für den Landeszooverband NRW: Mehr als 40.000 Interessierte besuchten die Aktionen rund um Artenvielfalt und Tierwelten in den Zoos.
Der landesweite Artenschutzmonat des Landeszooverbands NRW (LZV NRW) verzeichnete in diesem Jahr einen neuen Besucherrekord. Mehr als 40.000 Menschen besuchten die vielfältigen Veranstaltungen in den teilnehmenden Zoos, Tierparks und Wildgehegen in ganz Nordrhein-Westfalen. Damit zog die Aktion noch mehr interessierte Gäste an als im Vorjahr 2025. Die beteiligten Institutionen boten über den gesamten Monat hinweg Führungen, Vorträge, kommentierte Fütterungen sowie interaktive Mitmachprogramme an. Neben weltweiten Initiativen rückte dabei insbesondere der Schutz heimischer Tierarten und Lebensräume in den Mittelpunkt.
Vielfältige Projekte von Bartgeier bis Feuersalamander
Das Programm spiegelte die gesamte Bandbreite des modernen Artenschutzes wider und beleuchtete konkrete Rettungsprojekte für gefährdete Spezies. Das Spektrum reichte von der Wiederansiedlung des Bartgeiers über den Erhalt des Roten Pandas und die Arbeit mit Wisenten bis hin zum Schutz nachtaktiver Fluginsekten. Im Tierpark + Fossilium Bochum zog etwa die „Nacht der Natur“ zahlreiche Neugierige an, um dämmerungsaktive Tiere aus ungewohnter Perspektive zu beobachten. Dabei standen auch lokale Naturschutzaufgaben im Fokus, wie das gemeinsam mit dem NABU NRW durchgeführte Projekt zur Rettung des Feuersalamanders oder die ökologische Bedeutung heimischer Fledermäuse. Ein Dinofest unter dem Leitgedanken „Biodiversität damals und heute“ verknüpfte zudem historische Erdzeitalter mit heutigen Aufgaben des Biodiversitätserhalts.
Die Einrichtungen nutzten die Aktionswochen gezielt, um ihre praktische Arbeit für bedrohte Bestände transparent vorzustellen und das Umweltbewusstsein der Öffentlichkeit zu stärken. Ziel der Aktionen war es stets zu verdeutlichen, welchen konkreten Beitrag jede und jeder Einzelne zum Erhalt der Artenvielfalt im Alltag leisten kann. Ralf Slabik, Vorsitzender des LZV NRW, unterstrich die Bedeutung des starken Zuspruchs für die Verbandsarbeit. Dass in diesem Jahr mehr als 40.000 Menschen die Angebote wahrgenommen hätten, zeige eindrucksvoll, wie groß das Interesse am Artenschutz sei, so Slabik. Besonders freue ihn, dass man noch mehr Menschen habe erreichen können als im Jahr 2025.
Artenschutz vor der eigenen Haustür nachhaltig stärken
Für den Landeszooverband fungiert die erfolgreiche Aktionsreihe nicht nur als Schaufenster für die geleistete Zooarbeit, sondern zugleich als nachhaltiger Impulsgeber. Tiergärten und Wildgehege verstehen sich zunehmend als Bildungs- und Artenschutzzentren, die weit über reine Tierbeobachtungen hinausgehen. Die hohe Besucherzahl belege, dass die Sensibilität für ökologische Zusammenhänge und globale wie lokale Bedrohungslagen in der Bevölkerung kontinuierlich wachse. Der Verband sieht in der Resonanz ein klares Mandat, sich über den jährlichen Aktionsmonat hinaus intensiv für den Erhalt gefährdeter Lebensräume einzusetzen. Interessierte finden auch künftig in den regionalen Tierparks zahlreiche Gelegenheiten, sich aktiv über biologische Vielfalt zu informieren.
