Beitrag: Wohnungsbrand an der Poststraße: Drei Tote und fünf Verletzte
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Feuerwehr

Bei einem schweren Wohnhausbrand an der Poststraße in Bochum sterben drei Menschen, fünf weitere werden verletzt. Eine Ermittlungskommission sucht nach der Ursache.

Ein verheerender Wohnungsbrand in einem Mehrfamilienhaus an der Poststraße hat am frühen Dienstagmorgen die Rettungskräfte in Bochum in Atem gehalten. Trotz eines Großeinsatzes mit rund 90 Einsatzkräften kamen für drei erwachsene Bewohner alle Wiederbelebungsversuche zu spät. Fünf weitere Personen retteten die Wehren mit teils schweren Verletzungen aus dem brennenden Gebäude und brachten sie in örtliche Krankenhäuser. Die betroffenen Wohnhäuser sind nach der Unterbrechung der Energieversorgung derzeit unbewohnbar, weshalb das Sozialamt sowie Angehörige bei der Unterbringung helfen. Zur Klärung der noch völlig unklaren Brandursache haben die Staatsanwaltschaft und das Polizeipräsidium Bochum umgehend eine Ermittlungskommission eingerichtet.

Dramatische Rettungsaktion bei Großbrand in Bochum

Gegen 4:15 Uhr ging bei der Leitstelle der Feuerwehr Bochum der Notruf über das Feuer in dem Mehrfamilienhaus an der Poststraße ein. Beim Eintreffen der ersten Einheiten hatte sich der Brand bereits weit ausgebreitet, sodass umgehend eine hochkomplexe Menschenrettung anlief. Zwei Bewohner wurden über eine Drehleiter in Sicherheit gebracht, während zwei weitere Personen über tragbare Leitern gerettet werden konnten. Eine fünfte Person sprang mithilfe eines Sprungpolsters aus dem Gefahrenbereich, bevor der Rettungsdienst alle fünf Verletzten zur weiteren Versorgung in Bochumer Krankenhäuser transportierte. Im weiteren Einsatzverlauf entdeckten die Einsatzkräfte drei leblose Erwachsene in einer Wohnung, bei denen alle Wiederbelebungsmaßnahmen erfolglos blieben und der Tod noch an der Einsatzstelle festgestellt werden musste.

Zeitweise kämpften rund 90 Kräfte der Berufsfeuerwehr, der Freiwilligen Feuerwehr und des Rettungsdienstes aus Bochum sowie benachbarten Städten gegen die Flammen. Zum Einsatz kamen unter anderem Einheiten der Wachen Innenstadt, Wattenscheid und Werne sowie die Ausbildungs-Einheit, während freiwillige Wehren den Grundschutz im Stadtgebiet absicherten. Parallel zur Menschenrettung bargen Einsatzkräfte auch eine Katze aus dem Gebäude, die mit Sauerstoff erstversorgt und in tierärztliche Betreuung übergeben wurde. Vor Ort richteten die Helfer einen Bus der BOGESTRA ein, in dem rund 25 Betroffene durch das Deutsche Rote Kreuz und die Notfallseelsorge betreut wurden. Zudem nahm das PSU-Team der Feuerwehr Bochum frühzeitig die psychosoziale Unterstützung der eingesetzten Einsatzkräfte auf.

Ermittlungskommission zur Brandursache an der Poststraße

Nach mehrstündigen Löscharbeiten und wiederholten Kontrollen übergab die Feuerwehr die Einsatzstelle gegen 8 Uhr an die Polizei. Bereits in den Morgenstunden verschaffte sich der Bochumer Oberbürgermeister Jörg Lukat gemeinsam mit der Amtsleitung der Feuerwehr vor Ort ein Bild von der Lage. Weil die Stadtwerke das Brandobjekt und benachbarte Häuser vorsorglich von der Energieversorgung trennten, sind die Gebäude gegenwärtig nicht mehr bewohnbar. Während eine betroffene Person durch das städtische Sozialamt untergebracht wurde, kamen alle übrigen Hausbewohner privat bei Angehörigen oder Freunden unter. Im Verlauf des Vormittags führte die Feuerwehr eine Brandnachschau durch und unterstützte die Kriminalpolizei unter anderem mit einer Drehleiter bei den weiteren Untersuchungen.

Zur Klärung der genauen Umstände hat das Polizeipräsidium Bochum unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft eine Ermittlungskommission ins Leben gerufen. Während die Feuerwehr in ihren Berichten von Bochum-Hofstede sprach, verortete die Polizei das betroffene Mehrfamilienhaus an der Poststraße im Stadtteil Riemke. Zu den konkreten Hintergründen und der Ursache des verheerenden Feuers können die beteiligten Behörden derzeit noch keine Angaben machen. Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen am Brandort dauern unvermindert an, um das Geschehen der frühen Morgenstunden vollständig aufzuklären. Bis zum Abschluss der Spurensicherung bleibt das Areal für die Maßnahmen der Ermittler gesichert.

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