
Uwe Rösler – Cheftrainer des VfL Bochum 1848
(c) Sebastian Sendlak
Chefcoach Uwe Rösler setzt nach der Länderspielpause auf den ersten Heimsieg in der 2. Bundesliga
Der VfL Bochum empfängt am Sonntag Arminia Bielefeld in der „Baustelle Ruhrstadion“. Anstoß ist um 13:30 Uhr und es gibt noch wenige Restkarten für VfL-Fans im Vorverkauf und im Ticketzweitmarkt. Der Gastbereich ist bereits ausverkauft. Nach einer ungewohnt langen XXL-Länderspielpause („so etwas habe ich noch nicht erlebt“, Uwe Rösler) brennt die Bochumer Mannschaft darauf, vor heimischer Kulisse (aktuell 22.000 Karten verkauft) den ersten „Dreier“ einzufahren.
Für die Fans haben die Baumaßnahmen konkrete Folgen. In der Nordkurve stehen nur teilweise Plätze zur Verfügung und es gibt Einschränkungen zur Nutzung des Stehbereichs in der Ostkurve (siehe separater Bericht). Aber VfL – Coach Uwe Rösler will sich davon nicht ablenken lassen: „Wir müssen den Umbau annehmen und das Beste daraus machen!“ Der Coach bringt bereits Erfahrung mit ähnlichen Stadionsituationen mit und setzt weiterhin voll auf den Zusammenhalt zwischen den Fans auf den Rängen und seinen Jungs auf dem Rasen („die haben diese Woche sehr gut trainiert“, Uwe Rösler).
Duell auf Augenhöhe
Die zweiwöchige Pause tat den VfL -Spielern nach Ansicht von Uwe Rösler gut. Der Trainingsbetrieb verlief reibungslos, die Stimmung im Team ist fokussiert. Nun gilt es, den neu gefundenen Rhythmus direkt in Zählbares umzuwandeln. Statistisch begegnen sich beide Ruhr- bzw. Westfalen-Klubs auf Augenhöhe: 25 Siege – 19 Unentschieden stehen auf der Habenseite für den VfL, der auch das letzte Heimspiel gegen Bielefeld mit 1:0 (Torschütze Philipp Hofmann) für sich entscheiden konnte. „Es wird ein Duell auf Augenhöhe und daher ein sehr schweres Spiel, es gibt aber eine große Chance, dass wir gewinnen“.
Auf Anfrage von Bochum-Journal charakterisierte VfL – Chefcoach den kommenden Gegner aus Bielefeld: Die Arminia reise mit hoher Physis an. Bielefeld überzeuge als extrem fitte Einheit, die viele Sprints anziehe und früh attackiere und setzte dabei einerseits auf Gegenpressing durch aggressives, hohes anlaufen Eine weitere Stärke der Gäste sind nach Ansicht vom Uwe Röseler andererseits Standards: Ruhende Bälle gehören zu den größten Stärken der Gäste. Höchste Konzentration im eigenen Strafraum ist Pflicht. Aber die Spielweise der Gäste biete auch Chancen für den VfL, so Rösler, der von seinen Spielern ein sicheres und schnelles Kombinationsspiel zwischen den Arminia-Ketten forderte.
Schlüssel zum Heimsieg
Um die Bielefelder Defensive zu knacken, fordert Uwe Rösler vor allem Geduld und Durchschlagskraft: Dies soll sowohl durch Präsenz im Sechzehner (mehr Spieler müssen im letzten Drittel nachrücken, um zweite Bälle festzumachen) als auch durch Effizienz vor dem Kasten (mehr Strafraumzehnen schaffen und Chancen müssen konsequent genutzt werden) der Schlüssel zum ersten Heimsieg sein. Wie die Vergangenheit zeigte, brauchte der VfL an der Castroper Straße zuletzt oft Geduld bis in die Schlussminuten, ehe der entscheidende Treffer fiel. Dies könnte sich auch dieses Mal wiederholen.
weitere Saisonziele noch nicht festgelegt
