Beitrag: Radlader stürzt vier Meter tief in Baugrube
Feuerwehr Bochum

(c) Sebastian Sendlak

Spektakulärer Unfall in Bochum-Wiemelhausen

Großeinsatz an der Charlottenstraße im Bochumer Süden: Am Dienstagmittag stürzte eine schwere Baumaschine auf einer Baustelle kopfüber in die Tiefe. Höhenretter und Rettungskräfte holten den verletzten Fahrer aus der vier Meter tiefen Grube.
Sirenen über Wiemelhausen: Gegen 13:00 Uhr alarmierte die Leitstelle der Feuerwehr Bochum zahlreiche Einsatzkräfte zu einer Baustelle an der Charlottenstraße. Ein tonnenschwerer Radlader war auf einem Baufeld ins Rutschen geraten und abgestürzt. Die ersten Einheiten der Feuer- und Rettungswachen Weitmar und Innenstadt fanden vor Ort ein dramatisches Bild vor: Das rund 4,4 Tonnen schwere Arbeitsgerät lag kopfüber am Grund einer etwa vier Meter tiefen Baugrube.

Schnelle Ersthilfe vor Ort: Fahrer aus Kabine befreit

Der Fahrer der Maschine saß zum Zeitpunkt des Absturzes in der geschlossenen Fahrerkabine. Wie durch ein Wunder gelang es Ersthelfern vor Ort, den Mann noch vor dem Eintreffen der Berufsfeuerwehr aus der Kabine zu befreien.
Die Einsatzkräfte bauten umgehend einen gesicherten Zugang zum Grund der Baugrube auf, wo ein Notarzt die medizinische Versorgung des verletzten Fahrers übernahm. Zeitgleich sicherten Einsatzkräfte das Wrack mit speziellen Stabilisierungsstützen gegen ein weiteres Abrutschen ab und fingen auslaufende Betriebsstoffe auf, um Umweltschäden auf der Baustelle zu verhindern.

Technische Rettung: Spezialkräfte der Höhenrettung im Einsatz

Da ein schonender Transport über normale Stege oder Leitern unmöglich war, forderte die Einsatzleitung die Spezialeinheit der Höhenretter der Feuerwehr Bochum an, die auf der Wache in Wattenscheid stationiert sind.
In Abstimmung mit dem Rettungsdienst wurde der Patient auf einer Korbtrage fixiert. Über den Ausleger einer Drehleiter wurde der Mann schließlich schwebend, lückenlos begleitet von Höhenrettern und medizinischem Personal, aus der Tiefe ans Tageslicht gehoben. Ein Rettungswagen brachte den verletzten Fahrer zur weiteren Behandlung in eine Bochumer Klinik.

Der Einsatz in Zahlen und Fakten

  • Einsatzort: Bochum-Wiemelhausen, Charlottenstraße (Baufeld)
  • Alarmzeit: Dienstag, ca. 13:00 Uhr
  • Beteiligte Wachen: Feuer- und Rettungswachen Weitmar (Wache 2), Stadtmitte (Wache 1) und Werne (Wache 3)
  • Spezialeinheiten: Höhenrettungsgruppe (Standort Wattenscheid), Rettungsdienst & Notarzt
  • Kräfteansatz: Rund 40 Einsatzkräfte

Ursache unklar: Amt für Arbeitsschutz und Polizei ermitteln

Warum die schwere Baumaschine über die Kante der Baugrube kippte, ist bislang unklar. Sowohl die Bochumer Polizei als auch das zuständige Amt für Arbeitsschutz haben direkt vor Ort die Ermittlungen aufgenommen, um den Hergang und mögliche Sicherheitsmängel auf dem Baufeld lückenlos zu rekonstruieren.

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