
Testspielsieg des VfL Bochum gegen VfL Osnabrück
Foto: Mark-Niemeyer-VfL-Bochum
Der VfL Bochum gewann in der Länderspielpause heute ein Testspiel gegen den Ligakonkurrenten VfL Osnabrück mit 4:1 (Halbzeit 2:0) auf dem Trainingsgelände am Ruhrstadion. Das Spiel fand aus Sicherheitsgründen ohne Fans statt, wurde aber per Livestream übertragen. Bochum-Journal beobachtete – mit weiteren Medien – das Spiel auf dem „Trainingsplatz 3“ live.
Die erste Chance des Spiels gehörte den Gäste aus Osnabrück, die mit sechs Spielern aus der „Stammelf“ den Test in der Startelf bestritten (Luca Raimund, 1. Minute). Doch die Mannschaft von Cheftrainer Uwe Rösler, die mit sieben „Stammspielern“ startete, ging früh durch Christian Rasmussen in Führung (2. Minute) und dominierte die ersten 20 Minuten. Dabei erarbeiteten sich Philipp Hofmann sowie Sean Klaiber und Yiğit Karademir aussichtsreiche Chancen. Die Mannschaft setzt das von Coach Uwe Rösler geforderte Pressing um und lieferte einen engagierten Start gegen Osnabrück (Tabellenplatz 11). Auffällig waren die vielen Versuche, schnell in die Box zu kommen und zu Abschlüssen zu kommen.
Die zweiten 20 Minuten gehörten den Gästen aus Osnabrück, da die Hausherren von der Castroper Straße Probleme hatten, das Spiel aus der eigenen Hälfte zu gestalten, und stattdessen der VfL Osnabrück die VfL‑Abwehr herausforderte. In der 29. Minute verfehlte Adrian Beck nur knapp den Ausgleich. Die Gäste verstärken den Druck, aber das Tor erzielte der VfL Bochum. Denn zum Ende des ersten Durchgangs übernahmen die Hausherren wieder das Spiel und konnten durch einen Abstauber von Jarne Steuckers auf 2:0 erhöhen (43. Minute) sowie sich weitere Chancen erarbeiten.
2:0 Halbzeitführung
Wie Rösler, der möglichst vielen Spielern ermöglichen wollte, sich zu zeigen und auch außerhalb von Trainingsspielen Praxiserfahrung gegen einen „echten“ Gegner zu sammeln, wechselte zur Pause mehrfach. Torwart Hugo Rölleke und die Feldspieler Philipp Hofmann, Erkan Taz, Jarne Steuckers, Charlie Patino gingen raus und dafür kamen Torwart Tino Cassaliu und die Feldspieler Koji Myoshi, Daniel Hanslik, Gerrit Holtmann und Mats Pannewig rein. Zu Beginn des zweiten Durchgangs brachte ein Torwartfehler von Tino Cassali den Anschluss durch Robin Meißner (47. Minute), aber dann übernahm Bochum wieder das Kommando und erhöhte durch Mats Pannewig (48. Minute) und erneut Christian Rasmussen (50. Minute) zum 4:1. Sean Klaiber hatte zudem noch das 5:1 auf dem Fuß.
Bochum war nicht nur spielbestimmend, sondern das Spiel zeichnete sich auch durch mehr Geschwindigkeit und Zug zum Tor aus. Dabei war – neben Christian Rasmussen – vor allem Alessandro Crimaldi auffällig. Beide Spieler bekamen anschließend ein Sonderlob von Trainer Uwe Rösler, genauso wie Maximilian Wittek, Mats Pannewig, Michael Steinwälder und natürlich Doppeltorschütze Christian Rasmussen.
Der VfL aus Bochum hatte noch weitere Chancen, zum Beispiel durch Koji Myoshi (66. Minute) und durch Gerrit Holtmann (86. Minute) sowie eine Doppelchance zum Spielende durch Alessandro Crimaldi (87. Minute und 88. Minute).
Fazit: Der VfL Bochum dominierte 25 Minuten der ersten Hälfte und die komplette zweite Hälfte und hatte zudem Pech, dass Schiedsrichter Niklas Simpson bei einem Foul an Gerrit Holtmann keinen Elfmeter (75. Minute) gab. Der Endstand 4:1 spiegelt gut das Spielgeschehen wider und das Ergebnis hätte – bei einer besseren Chancenverwertung – noch höher ausfallen können. „Wir hätten noch mehr Druck aufbauen und uns dabei weitere Chancen erspielen können“, so Rösler.
Christian Rasmussen „Spieler des Spiels“
So gewann Bochum verdient mit 4:1 das Spiel, in dem vor allem Christian Rasmussen durch seine Beteiligung an drei von vier VfL – Toren den bei Testspielen nicht vergebenen Titel „Spieler des Spiels“ auf jeden Fall verdient gehabt hätte.
Rösler: „Erste Halbzeit durchwachsen, die zweite Halbzeit aus meiner Sicht sehr gut.“
„Die erste Halbzeit war sehr durchwachsen. Aber nach dem super Tor haben wir ungewollt den Fuß vom Gas genommen. Wir hatten Perioden, in denen es sehr gut war, aber auch Perioden, die nicht gut waren“, sagte VfL‑Coach Uwe Rösler nach dem Spiel gegenüber Medienvertretern. „Die zweite Halbzeit war aus meiner Sicht viel besser, mehr Tempo, mehr Zug auf den Platz und weniger zugelassen. (…) Der Ansatz war heute, dass alle marschieren Vollgas geben, und in der zweiten Halbzeit war es genauso, wie wir eigentlich beide Halbzeiten spielen wollen. Daher lautete Röslers Fazit: „Erste Halbzeit durchwachsen, die zweite Halbzeit aus meiner Sicht sehr gut.“
In der nächsten Woche steht die heiße Phase der Vorbereitung auf das Heimspiel am 11. Oktober gegen Arminia Bielefeld an (Ruhrstadion, 13:30 Uhr). Bochum-Journal wird von der Prematch-Pressekonferenz berichten.
Foto: Mark Niemeyer / VfL Bochum
