
Olympia Kampagne
Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat seine Entscheidung über die nationale Bewerbung für künftige Olympische und Paralympische Spiele getroffen: Der Verband schickt die bayerische Landeshauptstadt München als deutschen Kandidaten ins internationale Rennen. Damit scheidet das Gemeinschaftskonzept der Initiative Rhein-Ruhr, an der auch die Stadt Bochum maßgeblich beteiligt war, auf Bundesebene aus. Medien und regionale Beobachter werten das Votum verbreitet als verpasste historische Chance, da das Ruhrgebiet und das Rheinland die mit Olympia verknüpften Milliardeninvestitionen in Mobilität, Verkehr und kommunale Infrastruktur dringend gebraucht hätten.
Trotz des Dämpfers hob Bochums Oberbürgermeister Jörg Lukat das geschlossene Signal der Bevölkerung hervor: „Natürlich hätten wir uns gewünscht, dass Rhein-Ruhr den Zuschlag des DOSB erhält. Aber wir können auf die Bewerbung stolz sein. Die Bochumerinnen und Bochumer haben in einem Bürgerentscheid deutlich gezeigt, dass sie bereit sind, große sportliche Ereignisse mitzutragen und unsere Stadt als Gastgeber auf internationaler Bühne zu präsentieren. Die Bewerbung hat gezeigt, welches Potenzial in Bochum und der gesamten Region steckt. Dieses Engagement und diese Aufbruchsstimmung werden über den heutigen Tag hinauswirken.“
Lohrheide, Ruhrstadion und Jahrhunderthalle waren als Austragungsorte vorgesehen
Im Frühjahr hatte sich die Bochumer Bürgerschaft in einem Bürgerentscheid mit klarer Mehrheit für die Olympia-Initiative ausgesprochen. Das daraufhin entwickelte regionale Sportstättenkonzept wies Bochum eine profilierte Rolle zu:
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Lohrheidestadion: Austragung der Wettkämpfe im Modernen Fünfkampf.
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Jahrhunderthalle: Fechtsport vor historischer Industriekulisse.
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Vonovia Ruhrstadion: Vorrunden- und K.-o.-Spiele im olympischen Fußballturnier sowie Box-Finalkämpfe.
Die Stadtspitze bedankte sich bei den Sportvereinen, Verbänden und interkommunalen Partnern für die monatelange Ausarbeitung des Konzepts, das auf bestehende Arenen und nachhaltige Nachnutzung gesetzt hatte.
Sportdezernent Dieckmann: Investitionen in Sportinfrastruktur gehen weiter
Während der Zuschlag für den Freistaat Bayern nun vor Ort Fragen über die künftige staatliche Finanzierung dringend nötiger Infrastrukturschübe im Ruhrgebiet aufwirft, bekräftigt die Bochumer Stadtverwaltung ihren sportpolitischen Kurs.
„Bochum setzt trotz der aktuellen Entscheidung seinen Weg als bedeutender Sportstandort konsequent fort: Mit Investitionen in die Sportinfrastruktur und einer Vielzahl von nationalen und internationalen Veranstaltungen stärken wir den Standort Bochum als attraktive Gastgeberin für Sportereignisse“, erklärte Sportdezernent Dietmar Dieckmann. Das klare Votum der Bürgerinnen und Bürger habe gezeigt, dass die Region sportbegeistert, geeint und jederzeit vorbereitet sei, internationale Verantwortung zu übernehmen.
