Beitrag: VfL Bochum vor dem Topspiel bei Dynamo Dresden
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Flutlicht-Duell im Osten: Der VfL Bochum reist zum Zweitliga-Topspiel nach Dresden. Trainer Uwe Rösler warnt vor heimstarken Sachsen und bittet um Geduld.

Am Samstagabend steht für den VfL Bochum das Spitzenspiel der 2. Bundesliga auf dem Programm. Die Blau-Weißen treten um 20:30 Uhr bei Dynamo Dresden an, die Partie wird live im Free-TV bei RTL übertragen. Rund 1.000 Anhänger aus dem Ruhrgebiet begleiten die Mannschaft nach Sachsen, vor Ort öffnet zudem noch eine Tageskasse für Kurzentschlossene. Historisch betrachtet trafen beide Traditionsklubs in der 2. Liga bislang 26 Mal aufeinander, wobei die Bilanz mit zehn Siegen und neun Unentschieden für die Bochumer spricht. Zuletzt gab es gegen Dynamo jedoch schmerzhafte Dämpfer: Beide Duelle der Vorsaison gingen verloren.

Personallage entspannt und Rekord-Umbruch im Kader

Personell kann das Trainerteam weitgehend aus dem Vollen schöpfen, da keine neuen Ausfälle hinzugekommen sind und Koji Miyoshi wieder voll im Mannschaftstraining mitmischt. Hinter den Kulissen liegen turbulente Tage, in denen der Kader noch einmal massiv umgebaut wurde. Uwe Rösler ordnet den Transfersommer ein und betont, dass er in seiner zwanzigjährigen Trainerlaufbahn noch nie einen derart gewaltigen Umbruch erlebt habe. Die Hektik der letzten Tage habe ihn an englische Verhältnisse erinnert, was er eigentlich nicht schätze. Nach 20 Abgängen und 14 Neuzugängen verfüge das Team über enorme Qualität, brauche aufgrund unterschiedlicher Fitnessstände jedoch schlichtweg Zeit.

Der Coach stellt klar, er sei kein Zauberer und man müsse trotz fehlender Geduld im Umfeld realistisch bleiben. Der herausragende Teamgeist trage die Gruppe, doch durch den gewachsenen Konkurrenzkampf werde es künftig unvermeidbare Härtefälle bei der Kadernominierung geben. Zwar fehle der Elf im Vergleich zur Vorsaison etwas Endgeschwindigkeit, dafür gewinne das Spiel deutlich an Variabilität. Die Neuzugänge Sean von Ajax Amsterdam sowie Charlie Patiño und Jarne Steuckers eröffnen dem Trainerteam taktisch ganz neue Gestaltungsmöglichkeiten. Eine finale Entscheidung über die Startelf fällt erst nach dem Abschlusstraining.

Mut gegen Dresdens Ballbesitzstärke gefordert

Gegen Dynamo Dresden erwartet die Bochumer ein Gegner, der weit besser auftritt, als es der aktuelle Punktestand vermuten lässt. Die Sachsen verfügen hinter Holstein Kiel über den zweithöchsten Ballbesitzanteil der gesamten Liga und treten vor heimischer Kulisse mit extrem breiter Brust auf. Rösler verlangt von seinen Schützlingen vor allem Mut, frühem Dresdner Pressing zu widerstehen und selbst einen gepflegten Ballbesitz aufzuziehen. Nachdem im jüngsten Heimspiel gegen den VfL Osnabrück vor allem die letzten 20 Meter vor dem gegnerischen Kasten problematisch waren, sollen nun schnelle Umschaltmomente über die linke Seite für Torgefahr sorgen.

Die Neuzugänge drängen bereits auf Einsatzzeiten. Während der junge Brite Charlie Patiño fußballerisch auf Top-Niveau agiert, benötigt er im direkten Zweikampf noch Eingewöhnungszeit, kann aber punktuell bereits für Impulse sorgen. Jarne Steuckers bringt derweil offensive Flexibilität über die Außenbahnen mit. Für den VfL Bochum bietet der Auftritt im Rudolf-Harbig-Stadion die ideale Bühne, um zu beweisen, dass die neu formierte Mannschaft auch unter größtem Druck zusammenwächst. Die Messlatte liegt hoch, doch die Bochumer wollen die Zähler unbedingt ins Revier entführen.

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