
Lothringentrasse
(c) Lutz Leitmann / Stadt Bochum
Die wichtige Verbindung zwischen der Lothringerstraße und der Dietrich-Benking-Straße in Bochum ist ab sofort für Fußgänger und Radfahrer freigegeben.
Das viel beachtete Infrastrukturprojekt „Lückenschluss In der Grume/Lothringentrasse“ im Bochumer Stadtteil Hiltrop ist erfolgreich abgeschlossen worden. Mit der Fertigstellung des bislang fehlenden Wegeabschnitts der Straße In der Grume wurde eine bedeutende Lücke im lokalen Wegenetz geschlossen. Ab sofort verbindet eine neue, komfortable Route die Lothringentrasse direkt mit der Dietrich-Benking-Straße, was insbesondere für die Nahmobilität im Stadtteil eine erhebliche Aufwertung bedeutet.
Trasse auf ehemaligem Gleisbett und ökologische Highlights
Der neu geschaffene, rund 500 Meter lange gemeinsame Geh- und Radweg verläuft separat und wurde in weiten Teilen auf einer ehemaligen, stillgelegten Gleistrasse errichtet. Neben dem reinen Nutzen für den Rad- und Fußverkehr wurde bei der Umsetzung auch großer Wert auf den Natur- und Umweltschutz vor Ort gelegt. So haben die Planer direkt am Wegesrand einen speziellen, reptiliengeeigneten Lesesteinhaufen aus vorhandenen Betonbruchsteinen angelegt, der künftig als wertvoller Lebensraum für Eidechsen und andere Kleintiere dient.
Auch beim Bau der notwendigen Erdrampe setzte man konsequent auf Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz. Für die Aufschüttung wurde kurzerhand der Bodenaushub einer unmittelbar angrenzenden Großbaustelle genutzt, die für den Brückenbau an der Autobahn A43 und der Lothringentrasse eingerichtet worden war. Auf diese Weise konnten lange Transportwege und zusätzliche Materialkosten effektiv vermieden werden.
Förderung und abschließende Arbeiten im Herbst
Obwohl die neue Asphaltdecke bereits befahrbar ist und der Weg ab sofort für die Öffentlichkeit zur Nutzung bereitsteht, stehen noch kleinere Restarbeiten auf dem Programm. Für den kommenden Herbst sind abschließende Pflanzarbeiten entlang der neuen Trasse geplant, die das optische Gesamtbild abrunden und den Weg harmonisch in die umliegende Landschaft einbetten sollen.
Hintergrund zur Finanzierung: Die Umsetzung dieses wichtigen Projektes zur Stärkung des Fuß- und Radverkehrs im Bochumer Norden war nur durch finanzielle Unterstützung möglich. Die Maßnahme wurde mit namhaften Mitteln aus der offiziellen Nahmobilitätsförderung des Landes bezuschusst.
