
Künstler Gunter Demnig verlegt Stolpersteine in Bochum
Der Künstler Gunter Demnig verlegt am 11.11.2019 weitere Stolpersteine in Bochum. +++ Foto: Lutz Leitmann/Stadt Bochum
Kostenloser Kinoabend im Zentrum für Stadtgeschichte: Zwei Filme beleuchten am 25. Juni das weltgrößte dezentrale Mahnmal von Gunter Demnig und ein konkretes Bochumer Schicksal.
Die Stolpersteine des Künstlers Gunter Demnig sind fest im kollektiven Gedächtnis und im Straßenbild europäischer Städte verankert. Sie holen die Namen der Opfer des Nationalsozialismus zurück an ihre letzten frei gewählten Wohnorte und setzen im Alltag ein stummes, aber kraftvolles Zeichen gegen das Vergessen. Wie diese Messingtafeln entstehen, welche logistische und emotionale Arbeit hinter dem Großprojekt steckt und wie konkret vor Ort in Bochum das Schicksal einzelner Menschen rekonstruiert wird, zeigt das Archivkino des Stadtarchivs – Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte. An einem thematischen Filmabend werden zwei Dokumentationen präsentiert, die das Thema sowohl aus einer überregionalen als auch aus einer ganz lokalen Perspektive beleuchten.
Das Programm: Vom Lebenswerk des Künstlers bis zur Spurensuche Bochumer Schüler
Der Filmabend findet am Donnerstag, 25. Juni 2026, um 19:00 Uhr in den Räumlichkeiten des Stadtarchivs an der Wittener Straße 47 statt. Insgesamt stehen zwei filmische Werke auf dem Programm:
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„Stolperstein“ (2008, Regie: Dörte Franke): Den Auftakt macht dieser 52-minütige Dokumentarfilm. Er begleitet den Konzeptkünstler Gunter Demnig bei seiner unermüdlichen Arbeit. Zum Zeitpunkt der Filmkomposition hatte Demnig bereits über 15.000 der quadratischen Gedenktafeln vor den einstigen Wohnhäusern von Nazi-Opfern im In- und Ausland eigenhändig verlegt und damit das größte dezentrale Mahnmal der Welt geschaffen.
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„Ein Stolperstein für Hugo Steinwasser“ (2009): Im Anschluss folgt ein kurzes, aber intensives siebenminütiges Werk. Der Kurzfilm dokumentiert ein lokales Schulprojekt: Schülerinnen und Schüler der Bochumer Merian-Gesamtschule hatten ihre historischen Recherchen im Stadtarchiv filmisch begleitet. Die Jugendlichen nutzten die originalen Akten und Quellen des Zentrums für Stadtgeschichte, um die Biografie des Bochumers Hugo Steinwasser zu rekonstruieren und so die offizielle Verlegung eines Stolpersteins für ihn vorzubereiten.
Anmeldung und kostenfreies Parken für Kinogäste
Der Eintritt zu der gesamten Kinoveranstaltung ist für alle Besucherinnen und Besucher frei. Da die Anzahl der Sitzplätze im Archivkino jedoch begrenzt ist, ist eine vorherige Anmeldung für die Teilnahme zwingend erforderlich.
Anmeldungen nimmt das Team des Stadtarchivs auf folgenden Wegen entgegen:
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Per E-Mail: Ganz unkompliziert an die Adresse stadtarchiv@bochum.de.
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Telefonisch: Unter der Rufnummer 0234 / 910 – 95 10. Die Telefonleitung ist dienstags bis freitags von 10:00 bis 18:00 Uhr sowie am Wochenende von 11:00 bis 17:00 Uhr besetzt.
Für eine entspannte Anreise mit dem eigenen Auto hat das Stadtarchiv eine komfortable Sonderregelung getroffen: Alle Kinogäste können den Parkplatz P4 in der Akademiestraße (die Zufahrt erfolgt direkt über die Wittener Straße) für die gesamte Dauer der Veranstaltung vollkommen kostenfrei nutzen.
