
Eröffnung der Nachhaltigkeitszentrale
Foto: Sebastian Sendlak
Ein leerstehendes Ladenlokal in der Innenstadt verwandelt sich in einen lebendigen Ort für den Wandel. Die neue Nachhaltigkeitszentrale lädt ab Juni zum Mitmachen ein.
Ab Dienstag, 16. Juni, wird die Kortumstraße 93 zum Treffpunkt für alle, die Bochum nachhaltiger mitgestalten wollen. Bochum Marketing eröffnet dort die Nachhaltigkeitszentrale und setzt damit in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Bochum einen zentralen Impuls für das Jahresthema Nachhaltigkeit. Bis Ende August wird aus einem leerstehenden Ladenlokal ein offener Raum für ökologische, ökonomische und insbesondere soziale Nachhaltigkeit. Eine aktuelle Übersicht der Termine und die Möglichkeit, sich noch zu beteiligen, gibt es unter der entsprechenden Online-Adresse der Stadt. Ziel ist es, bestehendes Engagement sichtbar zu machen, neue Kooperationen zu fördern und Bürger*innen aktiv einzubinden.
Nachhaltigkeitszentrale Kortumstraße bietet Raum für Kreativität
Dienstags bis freitags von 12 bis 16 Uhr sowie zu weiteren Aktionszeiten am Abend und am Wochenende ist die Zentrale für alle Interessierten zugänglich. Schon vor der Eröffnung am 16. Juni können erste Veranstaltungen besucht werden. Am 10. Juni um 10 Uhr startet ein Häkelkurs und tags darauf ab 16 Uhr ein Sprachcafé. Die Teilnahme an den Angeboten ist kostenfrei. Nachhaltigkeit soll hier nicht abstrakt bleiben, sondern im Alltag generationenübergreifend erfahrbar werden.
Die Nachhaltigkeitszentrale ist in mehrere Bereiche gegliedert. Im Foyer wird diskutiert, an einer großen Kreidewand können Besuchende Fragen rund um Nachhaltigkeit beantworten. Ein Tauschregal lädt dazu ein, Bücher und gut erhaltenes Spielzeug weiterzugeben statt neu zu kaufen. Im „Hör zu“-Bereich finden Vorträge und Gesprächsformate statt. Der Bereich „Schau genau“ bietet Raum für Ausstellungen, während im „Mach was“-Bereich eine Werkbank und Material für Workshops, Upcycling-Angebote oder Repaircafés bereitstehen.
Bochum Marketing setzt auf offene Konzepte für Bürgerprojekte
Die Nachhaltigkeitszentrale versteht sich als lebendiger Ort. Das Konzept ist bewusst offen angelegt. Bochum Marketing gibt keine festen Themen vor, sondern schafft einen Rahmen. Ob nachhaltige Mobilität, Energiefragen, soziale Gerechtigkeit, Bildung für nachhaltige Entwicklung oder kreative Wiederverwertung, Ideen aller Art sind ausdrücklich willkommen. Über einen Seiteneingang ist auch ein barrierearmer Zugang möglich.
Interessierte können sich per E-Mail melden unter nachhaltigkeit@bochum-marketing.de. Zum Start im Juni steht bereits ein vielfältiges Programm für die Besucher bereit. Ein Häkelkurs lädt wöchentlich zum gemeinsamen Handarbeiten ein, ein Sprachcafé bringt Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammen und ein Repaircafé verlängert die Lebensdauer von Alltagsgegenständen. Aktionen wie Elektroschrott-Basteln, Siebdruck-Workshops oder Upcycling-Angebote zeigen, wie Nachhaltigkeit konkret und kreativ aussehen kann. Auch Hochschulen, Initiativen und städtische Einrichtungen beteiligen sich mit Aktionstagen, Ausstellungen und Informationsveranstaltungen.
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Stadtentwicklung in Bochum blickt mit grüner Strategie nach vorn
Ein erstes Programm steht, gleichzeitig sind noch Zeitfenster frei. Wer selbst ein nachhaltiges Projekt vorstellen, einen Workshop anbieten oder eine Diskussion anstoßen möchte, kann sich unkompliziert beteiligen. Auf der Website zum Jahresthema von Bochum Marketing findet sich ein entsprechendes Formular. Das vollständige, stetig wachsende Programm sowie Informationen zur weiteren Beteiligung sind ebenfalls auf der Website zu finden. Bei Fragen und Ideen ist die bekannte Marketing-Mailadresse die richtige Adresse.
Nachhaltigkeit ist längst ein zentrales Thema der Stadtentwicklung. Dementsprechend hat die Stadt Bochum eine Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt. Damit einher geht ein umfassender Plan, der festlegt, wie sich die Stadt langfristig ökologisch, sozial und wirtschaftlich nachhaltig entwickeln soll. Sie orientiert sich an den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen (SDGs) und enthält über 200 konkrete Maßnahmen in verschiedenen Handlungsfeldern, etwa Klimaschutz, nachhaltige Mobilität, Ressourcenschutz oder soziale Gerechtigkeit. Ziel der Strategie ist es, Bochum bis 2035 klimaneutral zu machen und gleichzeitig die Lebensqualität für alle Menschen in der Stadt zu verbessern. Sie dient als Leitfaden für Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft, um gemeinsam Lösungen für globale Herausforderungen zu entwickeln.
