Beitrag: Nachhaltigkeitszentrale öffnet mitten in der City
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(c) Andreas Molatta

Ein leerstehendes Ladenlokal in der Fußgängerzone wird zum grünen Treffpunkt. Bürger können ab Juni eigene Ideen für ein besseres Klima einbringen.

Ab Dienstag, 16. Juni, wird die Kortumstraße 93 zum Treffpunkt für alle, die Bochum nachhaltiger mitgestalten wollen. Bochum Marketing eröffnet dort die Nachhaltigkeitszentrale und setzt damit in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Bochum einen zentralen Impuls für das Jahresthema Nachhaltigkeit. Bis Ende August wird aus einem leerstehenden Ladenlokal ein offener Raum für ökologische, ökonomische und insbesondere soziale Nachhaltigkeit. Eine aktuelle Übersicht der Termine und die Möglichkeit, sich noch zu beteiligen, gibt es unter www.bochumtourismus.de/nachhaltigkeit. Das neue Projekt soll zeigen, wie Umweltschutz und soziales Engagement im Ruhrgebiet praktisch Hand in Hand gehen können.

Nachhaltig leben an der Kortumstraße in Bochum

Dienstags bis freitags von 12 bis 16 Uhr sowie zu weiteren Aktionszeiten am Abend und am Wochenende ist die Zentrale für alle Interessierten zugänglich. Schon vor der Eröffnung am 16. Juni können erste Veranstaltungen besucht werden: Am 10. Juni um 10 Uhr ein Häkelkurs und tags darauf ab 16 Uhr ein Sprachcafé. Die Teilnahme an den Angeboten ist kostenfrei. Ziel ist es, bestehendes Engagement sichtbar zu machen, neue Kooperationen zu fördern und Bürger*innen aktiv einzubinden. Nachhaltigkeit soll nicht abstrakt bleiben, sondern im Alltag generationenübergrehbar erfahrbar werden.

Die Nachhaltigkeitszentrale ist in mehrere Bereiche gegliedert. Im Foyer wird diskutiert, an einer großen Kreidewand können Besuchende Fragen rund um Nachhaltigkeit beantworten. Ein Tauschregal lädt dazu ein, Bücher und gut erhaltenes Spielzeug weiterzugeben statt neu zu kaufen. Im „Hör zu“-Bereich finden Vorträge und Gesprächsformate statt. Der Bereich „Schau genau“ bietet Raum für Ausstellungen. Und im „Mach was“-Bereich stehen Werkbank und Material für Workshops, Upcycling-Angebote, Repaircafés und mehr bereit.

Offene Räume für Umweltprojekte in der Bochumer Innenstadt

Die Nachhaltigkeitszentrale versteht sich als lebendiger Ort. Das Konzept ist bewusst offen angelegt. Bochum Marketing gibt keine festen Themen vor, sondern schafft einen Rahmen. Ob nachhaltige Mobilität, Energiefragen, soziale Gerechtigkeit, Bildung für nachhaltige Entwicklung oder kreative Wiederverwertung: Ideen aller Art, einen der Bereiche der Nachhaltigkeitszentrale zu bespielen, sind ausdrücklich willkommen. Die Nutzung der Räume ist kostenfrei und flexibel. Über einen Seiteneingang ist auch ein barrierearmer Zugang möglich. Interessierte können sich per E-Mail melden unter nachhaltigkeit@bochummarketing.de.

Zum Start im Juni steht bereits ein vielfältiges Programm. Ein Häkelkurs lädt wöchentlich zum gemeinsamen Handarbeiten ein, ein Sprachcafé bringt Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammen, ein Repaircafé verlängert die Lebensdauer von Alltagsgegenständen. Aktionen wie Elektroschrott-Basteln, Siebdruck-Workshops oder Upcycling-Angebote zeigen, wie Nachhaltigkeit konkret und kreativ aussehen kann. Auch Hochschulen, Initiativen und städtische Einrichtungen beteiligen sich mit Aktionstagen, Ausstellungen und Informationsveranstaltungen.

Kostenloses Programm und Repaircafé von Thales Ruhr testen

Ein erstes Programm steht, gleichzeitig sind noch Zeitfenster frei. Wer selbst ein nachhaltiges Projekt vorstellen, einen Workshop anbieten oder eine Diskussion anstoßen möchte, kann sich unkompliziert beteiligen. Auf der Website zum Jahresthema von Bochum Marketing findet sich ein entsprechendes Formular: www.bochum-tourismus.de/nachhaltigkeit. Das vollständige, stetig wachsende Programm sowie Informationen zur weiteren Beteiligung sind ebenfalls auf der Website zu finden. Bei Fragen und Ideen ist nachhaltigkeit@bochum-marketing.de die richtige Adresse.

Das regelmäßige Programm bietet feste Anlaufpunkte für die Bürger. Mittwochs von 10 bis 12 Uhr gibt es einen Häkelkurs mit Margot, donnerstags von 16 bis 18 Uhr das Welcome Office Sprachcafé und montags von 15 bis 19 Uhr das Repaircafé von Thales Ruhr. Zu den Einzelveranstaltungen gehören Höhepunkte wie das Elektroschrott-Basteln mit der bib der dinge am 18. Juni oder die Ausstellung zu Leichter Sprache ab dem 22. Juni. Ein Infonachmittag zum Haus des Wissens folgt am 30. Juni, das Stadtlabor zur Mobilität am 15. Juli, USB-Workshops am 28. Juli und eine abendliche Parkführung für Familien am 19. August.

Klimaschutz und die globale Nachhaltigkeitsstrategie für Bochum 2035

Nachhaltigkeit ist längst ein zentrales Thema der Stadtentwicklung. Dementsprechend hat die Stadt Bochum eine Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt. Damit einher geht ein umfassender Plan, der festlegt, wie sich die Stadt langfristig ökologisch, sozial und wirtschaftlich nachhaltig entwickeln soll. Sie orientiert sich an den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen (SDGs) und enthält über 200 konkrete Maßnahmen in verschiedenen Handlungsfeldern, etwa Klimaschutz, nachhaltige Mobilität, Ressourcenschutz oder soziale Gerechtigkeit. Ziel der Strategie ist es, Bochum bis 2035 klimaneutral zu machen und gleichzeitig die Lebensqualität für alle Menschen in der Stadt zu verbessern.

Sie dient als Leitfaden für Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft, um gemeinsam Lösungen für globale Herausforderungen wie Klimawandel, Ressourcenknappheit oder soziale Ungleichheit zu entwickeln und umzusetzen. Dadurch soll Bochum langfristig zu einer klimafreundlicheren, resilienteren und lebenswerteren Stadt werden. Um dazu einen eigenen Beitrag zu leisten, suchen viele Menschen nach konkreten Orientierungspunkten, alltagstauglichen Handlungsmöglichkeiten und Vernetzung. Genau hier setzt das Nachhaltigkeitsjahr von Bochum Marketing an. Die Bürger können den Wandel ihrer Stadt nun aktiv und im eigenen Quartier mitgestalten.

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