Beitrag: Nullnummer bei Aufstiegsparty der SG Wattenscheid 09
Lohrheidestadion

Die SG Wattenscheid 09 trennt sich torlos vom SV Lippstadt. Trotz der verpassten Oberliga-Meisterschaft feiert das gesamte Revier den bereits feststehenden Aufstieg.

Am letzten Spieltag der Saison erlebten die Fans im stimmungsvollen Lohrheidestadion ein emotionales Finale der Extraklasse. Genau 4.387 Zuschauer sorgten für eine gigantische Kulisse im Bochumer Westen und peitschten ihre Mannschaft unermüdlich nach vorne. Obwohl das Spiel gegen den SV Lippstadt 08 am Ende mit einem torlosen Remis endete, tat dies der hervorragenden Stimmung auf den Rängen keinen Abbruch. Da der Konkurrent Westfalia Rhynern zeitgleich mit 5:3 bei Türkspor Dortmund gewann, ging der Meistertitel sowie der damit verbundene Platz im DFB-Pokal zwar knapp an die Konkurrenz. Doch der größte Triumph des Jahres stand ohnehin schon vor dem Anpfiff fest, da die Wattenscheider den Aufstieg bereits am Spieltag zuvor perfekt gemacht hatten.

Dramatische Schlussphase im Lohrheidestadion in Bochum Wattenscheid

Von Beginn an entwickelte sich eine intensiv geführte Partie, in der die Gäste aus Lippstadt defensiv extrem kompakt standen und auf Konter lauerten. Schon in der 3. Spielminute keimte der erste Torschrei auf, als Finn Wortmann nach einer Flanke von Eduard Renke per Kopf am stark reagierenden Lippstädter Keeper Steffen Beermann scheiterte. Die Hausherren kontrollierten zwar den Ballbesitz, doch der entscheidende Pass in die Spitze war in vielen Offensivaktionen schlichtweg zu ungenau. Kurz vor dem Pausentee verhinderte 09-Schlussmann Phil Mroß mit einem bärenstarken Reflex nach einem gegnerischen Konter den bitteren Rückstand. Mit dem torlosen Unentschieden ging es für beide Mannschaften schließlich in die Kabinen.

In der zweiten Halbzeit erhöhten die Schwarz-Weißen den Druck minütlich und schnürten die Gäste phasenweise tief in deren eigener Hälfte ein. Für massiven Unmut auf den Rängen sorgten mehrere strittige Strafraumszenen, bei denen die Pfeife des Unparteiischen trotz lautstarker Proteste stumm blieb. Erst ging Albin Thaqi im Sechzehner zu Boden, später traf es Finn Wortmann und Nico Buckmaier, doch ein Elfmeterpfiff wurde den Wattenscheidern verwehrt. In der 72. Minute zappelte der Ball nach einer unübersichtlichen Situation zwar endlich im Netz, doch der Jubel erstarb wegen einer hauchdünnen Abseitsstellung sofort. „Die SGW ist vor dem Tor der SGW, doch es braucht zu viele Spieler um die Kugel ins Gehäuse zu bringen“, kommentierte das Medienteam die Szene gewohnt emotional.

Erschöpfte Gesichter und der stolze Blick auf die Regionalliga

Das Trainerteam reagierte in der Schlussviertelstunde mit vollem Risiko und brachte mit Emirhan Hacioglu und Atakan Uzunbas frische Offensivkräfte für die Crunchtime. In den packenden Schlussminuten warfen die Nullneuner noch einmal alles nach vorne, doch die vielbeinige Abwehrkette der Lippstädter blockte jeden Abschluss konsequent ab. Am Ende blieb es beim 0:0, das den Gästen einen Punkt sicherte und Wattenscheid die Krone verwehrte. Das Spiel ist aus. Die SGW und Lippstadt trennen sich 0:0. Durch den Sieg von Rhynern reicht es leider nicht für die Meisterschaft, die Wattenscheider spielen nächstes Jahr durch eine tolle Saison aber trotzdem Regionalliga!

Nach dem Abpfiff brandete trotz des verpassten Last-Minute-Titels ohrenbetäubender Jubel auf den Tribünen auf. Die treuen Anhänger feierten ihre Aufstiegshelden mit lautstarken Sprechchören und feierten den bereits am vorherigen Spieltag errungenen Aufstieg gebührend. Die Spieler lagen sich trotz der Erschöpfung glücklich in den Armen und genossen den Moment mit den Fans. Das große Saisonziel wurde dank einer beeindruckenden Teamleistung über die gesamten vergangenen Monate hinweg souverän erreicht. Mit diesem charakterstarken Kader blickt die Sportgemeinschaft nun voller Vorfreude einer spannenden Zukunft im höherklassigen Fußball entgegen.

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