Beitrag: VfL Bochum springt mit Auswärtssieg am letzten Spieltag auf Platz neun
Bochum vs. Karlsruhe

(c) Sebastian Sendlak

Versöhnlicher Saisonabschluss für die Blau-Weißen in der Fremde. Ein am Ende glücklicher Erfolg beim Karlsruher SC spült den Revierklub in die obere Tabellenhälfte.

Der VfL Bochum 1848 hat einer teils komplizierten und kräftezehrenden Saison ein erfolgreiches letztes Kapitel hinzugefügt. Beim Karlsruher SC gewannen die Blau-Weißen nach einem harten Kampf am Ende mit 2:1. Kjell Wätjen brachte die Rösler-Elf früh in Führung, ehe Shio Fukuda im ersten Durchgang den Ausgleich für die Gastgeber markierte. Im zweiten Spielabschnitt traf Moritz Kwarteng zum ersehnten und umjubelten Auswärtssieg für die Westdeutschen. Durch den Dreier springt der VfL am letzten Spieltag in der Tabelle sogar noch in die obere Hälfte.

Wichtige TV-Gelder für den VfL Bochum im Wildpark gesichert

Der Sieg im Wildstadion bedeutet den Sprung auf den 9. Tabellenplatz direkt an Karlsruhe vorbei. Auch bedeutet dies wichtige Mehreinnahmen bei den TV-Geldern für den Verein. Dies ist besonders wichtig, da man in der kommenden Saison aufgrund der Stadion-Sanierung eine begrenzte Kapazität hat. Dadurch wird der Klub in den nächsten Monaten deutlich weniger Zuschauer-Einnahmen generieren können. Für Cheftrainer Uwe Rösler und sein Team ist der finale Erfolg der verdiente Lohn für einen Kraftakt.

„Wenn mir zu dem Zeitpunkt, als ich das Traineramt beim VfL übernommen hatte, jemand gesagt hätte, dass wir am Ende der Saison auf Platz neun stehen, hätte ich das sofort unterschrieben“, gab Uwe Rösler nach dem Abpfiff sichtlich bewegt zu Protokoll. Der Trainer lobte die Riesenleistung und sprach der Mannschaft, dem Staff sowie den treuen Fans ein großes Kompliment aus. Gleichzeitig gab er zu bedenken, dass es im Sommer eine Herausforderung wird, den nächsten Umbruch einzuleiten. Unter den Spielern herrschte nach dem Schlusspfiff eine gelöste und glückliche Stimmung.

Besondere Momente und emotionale Abschiede im Ruhrgebiet

Auch Christian Eichner erlebte hochemotionale Minuten, da er zum vorerst letzten Mal an der Seitenlinie dieses Klubs stand. „Vielen Dank an den VfL und für deine Worte, Uwe“, bedankte sich der KSC-Coach im Anschluss auf der Pressekonferenz. Eichner betonte, wie viel ihm die anerkennenden Worte des Bochumer Kollegen bedeuteten. Dass die Bochumer Jungs nach dem Abpfiff auf dem Platz blieben und den Moment teilten, rechnete er ihnen hoch an. „Ich werde diese Zeit niemals vergessen“, verabschiedete sich Eichner gerührt von der gesamten KSC-Familie.

„Es war keine leichte Saison für uns“, zeigte sich auch Torschütze Kjell Wätjen im Interview ehrlich. Er ergänzte, dass speziell der Start überhaupt nicht nach den eigenen Vorstellungen gelaufen war. Umso glücklicher war der Mittelfeldspieler, dass der Mannschaft am Ende doch noch der sportliche Turnaround im Revier geglückt ist. Auch Philipp Hofmann stimmte in das Loblied auf das Team ein und betonte, wie wichtig dieser Auswärtserfolg für den Kopf war. „Der Sieg heute ist wichtig für uns“, bilanzierte der Stürmer glücklich.

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