Beitrag: Kulturrat NRW diskutiert in Bochum über Kulturelle Bildung
Fachtagung Kulturelle Bildung – Panel

© Kulturrat NRW_Fotos Jacob Sokoll

Fachtagung im Kunstmuseum stellt Eigenwert von Kunst und Kultur in den Mittelpunkt

Rund 100 Teilnehmende haben am Mittwoch, 6. Mai, an der Fachtagung „Kein Mittel zum Zweck – warum wir Kulturelle Bildung stärken müssen“ im Kunstmuseum Bochum teilgenommen. Veranstaltet wurde die Tagung vom Kulturrat NRW.

Im Mittelpunkt stand die Frage, welchen Stellenwert Kulturelle Bildung in der Gesellschaft einnimmt. Dabei ging es insbesondere um den Eigenwert von Kunst und Kultur – unabhängig von politischen, sozialen oder pädagogischen Zielvorgaben. Die Veranstalter betonten, dass kulturelle Bildung Menschen neue Zugänge zu Kunst ermögliche und Räume für persönlichen Ausdruck sowie gesellschaftliche Auseinandersetzung schaffe.

Der Vorsitzende des Kulturrats NRW, Lorenz Deutsch, hob die besondere Rolle von Künstlerinnen und Künstlern in Vermittlungsprozessen hervor. Ziel der Tagung sei es gewesen, ihre Perspektiven stärker sichtbar zu machen und die Rahmenbedingungen für kulturelle Bildungsarbeit zu verbessern.

Auch Bochums Kulturdezernent Dietmar Dieckmann unterstrich die Bedeutung kultureller Bildung für Teilhabe, Bildungsgerechtigkeit und die kulturelle Identität der Städte. Die Stadt Bochum arbeite derzeit an einem eigenen Gesamtkonzept zur kulturellen Bildung, das noch in diesem Jahr vorgestellt werden soll.

Die stellvertretende Direktorin des Kunstmuseums Bochum, Eva Busch, bezeichnete das Museum als Ort aktiver Begegnung mit Kunst. Wichtig seien partizipative und niedrigschwellige Angebote, die Kunst als gesellschaftlichen Prozess begreifen.

Neben Vorträgen standen mehrere Workshops auf dem Programm. Themen waren unter anderem Arbeitsbedingungen in der kulturellen Bildung, Awareness in kulturellen Kontexten sowie die Zusammenarbeit zwischen Kunstvermittlung und Sozialarbeit. Künstlerische Beiträge des ok.wow-Kollektivs sorgten zusätzlich für ungewöhnliche Perspektivwechsel und interaktive Momente während der Veranstaltung.

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