Beitrag: SparkassenStars unterliegen Gießen deutlich mit 67:95
Lars Kamp (VfL SparkassenStars Bochum) und Luis Elias König Figge unterm Korb am 31. Spieltag in der 2. BARMER Basketball Bundesliga ProA

Foto: Jenny Musall

Trotz der Rückkehr wichtiger Leistungsträger verlieren die VfL SparkassenStars Bochum mit 67:95 gegen die Giessen 46ers und büßen wichtige Punkte im Playoff-Kampf ein.

Die Hoffnungen in der ausverkauften Bones Hands Arena sind groß, doch am 31. Spieltag der ProA erleben die Fans eine schmerzhafte Niederlage der SparkassenStars Bochum. Zwar kehren Myreon Jones und Dravon Mangum überraschend schnell nach ihren Verletzungen in den Kader zurück, doch gegen die effizienten Giessen 46ers reicht die personelle Verstärkung nicht aus. Von Beginn an offenbaren sich Defizite in der Verteidigung unter dem Korb, die die Gäste konsequent ausnutzen. Zur Halbzeit liegen die Hausherren bereits mit 28:41 zurück, während die offensive Durchschlagskraft vermissen lässt. Am Ende steht eine deutliche 67:95-Niederlage zu Buche, die die Bochumer im Tabellenkeller der Playoff-Anwärter verharren lässt.

Defensiv-Probleme und schwache Quoten in der Arena

Besonders die Überlegenheit der Hessen in der Zone bereitet den Bochumern über die gesamte Spielzeit hinweg Probleme. Während Dravon Mangum auf Bochumer Seite offensiv Akzente setzt, fallen die sogenannten „Points in the Paint“ für die Gießener viel zu leicht. Die statistische Überlegenheit der Gäste spiegelt sich vor allem im Assist-Verhältnis von 8:30 wider, was auf ein flüssigeres Zusammenspiel der Hessen hindeutet. Hinzu kommt eine eklatante Schwäche aus der Distanz: Die SparkassenStars treffen lediglich 3 von 24 Versuchen von der Dreierlinie, was einer Quote von nur 13 Prozent entspricht.

Headcoach Petar Topalski analysiert die Niederlage nach dem Spiel gewohnt sachlich, blickt aber auch auf die moralische Komponente. „Wir haben einfach zu viele Punkte in der Zone zugelassen und dabei den Dreier überhaupt nicht getroffen“, bilanziert der Trainer die größten Baustellen. Dennoch erkenne er positive Signale bei seinen Spielern. Er glaube, dass es ein kleiner Schritt nach vorne gewesen sei, denn die Energie habe weitestgehend gestimmt. Man müsse nun laut Topalski gemeinsam versuchen, sich aus diesem Tief herauszuziehen, um in den verbleibenden Spielen der regulären Saison wieder anzugreifen.

Ausblick auf den Saisonendspurt in Crailsheim und Münster

Nach diesem Rückschlag steht für die Bochumer eine schwere Auswärtsaufgabe bei den Crailsheim Merlins auf dem Plan, bevor das letzte reguläre Heimspiel gegen Münster ansteht. Geschäftsführer Tobias Steinert hatte bereits im Vorfeld betont, dass das Ziel weiterhin die Playoff-Qualifikation sei und man bis zum Schluss um diese Chance kämpfen wolle. Die Integration der Rückkehrer Jones und Mangum wird dabei ein entscheidender Faktor sein, um die offensive Variabilität in den kommenden Wochen wieder zu erhöhen. Trotz der herben Niederlage gegen Gießen bleibt die Unterstützung der Fans ungebrochen, was die ausverkaufte Arena am Samstagabend eindrucksvoll unter Beweis stellte.

Die kommenden Partien werden darüber entscheiden, ob die SparkassenStars zum zweiten Mal in Folge den Sprung in die Endrunde schaffen können. Das Trainergespann um Topalski und den neuen Associated Headcoach Borja San Miguel muss nun die richtigen Stellschrauben finden, um vor allem die Defensive zu festigen. Besonders die Abstimmung bei der Verteidigung der Zone und die Wurfauswahl von außen stehen im Fokus der anstehenden Videoanalysen. Die Mannschaft ist nun gefordert, den von Topalski beschriebenen „Schritt nach vorne“ in zählbare Ergebnisse umzumünzen, um den Anschluss an den siebten Tabellenplatz nicht endgültig zu verlieren.

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