Beitrag: Schmerzhafte 2:3-Niederlage für den VfL Bochum gegen Holstein Kiel
Bochumer Niederlage gegen Kiel

(c) Sebastian Sendlak

Der VfL Bochum hat heute sein erstes „Sechs-Punkte-Spiel“ verloren. Gegen Holstein Kiel gab es eine schmerzhafte 2:3–Niederlage im eigenen Stadion, die VfL-Chefcoach Uwe Rösler später als „Lektion in Sachen Effizienz“ bezeichnete.

Trotzdem betonten Coach und Spieler den Willen und die Moral der Mannschaft, die trotz Unterzahl „alles versucht habe“. Aber am Ende war es ein Mix aus Abwehrfehlern und vergebenen Offensivchancen, der Grund, warum enttäuschte Bochumer verpassten, sich im Abstiegskampf abzusetzen.

Früher Schock und prompte Antwort durch Philipp Hofmann

In der ersten Halbzeit gab es einen schwungvollen Start beider Mannschaften. Die Gäste aus Kiel machten zu Beginn deutlich, dass sie sich nicht verstecken wollen. Die Hausherren aus Bochum setzten auf frühes Pressing. Aber wie schon in Berlin und Düsseldorf zeigte sich die VfL-Abwehr anfällig bei schnellen Gegenstößen. So erzielte Kiel durch einen Konter in der 8. Minute die Führung durch Davidsen.

Anschließend zog Bochum ein „Powerplay“ auf, wobei vor allem Myoshi auf der rechten Seite und Hofmann zentral wirbelten. Die Folge: Der Ausgleich zum 1:1 durch Hofmann in der 14. Minute, der in der 24. Minute eine weitere Chance hatte, bei der aber Kiels Torhüter Weiner stark parierte. Bochum hatte die Partie im Griff und eine Vielzahl an Chancen, verpasste es aber, die Führung zu erzielen.

Kieler Führung aus dem Nichts kurz vor der Pause

„Aus dem Nichts“. Selten passte eine Aussage so treffend, wie in der 45. Minute. In dieser erzielte der Gast aus Kiel die erneute Führung durch Harres, da sich die Bochumer Abwehr um Strompf bei einem Aufsetzer-Kopfball überrumpeln ließ. Somit ging der VfL ernüchtert nach dreiminütiger Nachspielzeit in die Halbzeit, die er klar dominiert hatte.

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Gelb-Rote Karte für Bero schwächt den VfL Bochum

Nach der Halbzeitpause überraschten die Gäste aus Kiel dadurch, dass sie sich nicht zurückzogen, sondern die Bochumer früh anliefen. Aber auch Bochum gab nicht auf: In der 54. Minute scheiterte Strompfs Kopfball am starken Weiner im Kieler Tor. Schiedsrichter Alt hatte Probleme, die vielen Fouls auf beiden Seiten in den Griff zu bekommen. Eins dieser Fouls in der 56. Minute hatte Folgen: Der VfL-Kapitän Bero sah die gelb-rote Karte, Bochum war von nun an in Unterzahl.

Moral gezeigt: Ausgleich und erneuter Rückschlag

Dies gab den Gästen zusätzlichen Rückenwind, aber es war erneut Hofmann, der in der 65. Minute den viel umjubelten Ausgleich per Kopf nach einem Freistoß von Wittek erzielte. Bochum war zurück im Spiel. Doch die Freude hielt nur 5 Minuten an. In der 70. Minute traf der Kieler Therkelsen mit einem Fernschuss, Bochums Horn konnte nur zuschauen.

Bochum war weiter bemüht, allerdings kostete das Spiel in Unterzahl viel Kraft. Kiel versuchte durch viele Fouls den Spielfluss des VfL zu unterbinden. Das Ende der Partie war vor allem durch „Kick and Rush“-Fußball geprägt. In der 88. Minute traf der eingewechselte Morgalla nur das Außennetz. Auch die siebenminütige Nachspielzeit reichte nicht mehr, da Kwarteng und Oneyka die letzten Chancen vergaben.

Stimmen zum Spiel: Rösler und Hofmann zur Effizienz

Der VfL Bochum geht mit einer schmerzhaften Niederlage in die Länderspielpause. Kiel springt im engen Tabellenkeller auf den Relegationsplatz (26 Punkte). In der Mix-Zone war die Enttäuschung spürbar:

  • Philipp Hofmann: „Das Ergebnis ist ärgerlich und extrem bitter. Die Mannschaft ist intakt und hat heute nach dem Rückstand Moral gezeigt.“

  • Maximilian Wittek: „Wir haben heute einen Riesenschritt verpasst, zumal die anderen Vereine uns eine Vorlage gegeben haben.“

  • Uwe Rösler: „Wir bekommen zu oft zu viele Gegentore. Wir zeigen zwar viel Mühe, aber wir belohnen uns zu wenig. Wir müssen das Glück wieder erzwingen.“

Ausblick auf den Abstiegskampf: Am 4. April geht es für den VfL Bochum zum Auswärtsspiel nach Magdeburg (Platz 17). Holstein Kiel spielt zu Hause gegen Münster.

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