
Mausohr-Fledermaus
(c) Eberhard Menz
Künstliche Beleuchtung verändert Lebensräume. Ein NABU-Vortrag im Tierpark Bochum beleuchtet die Folgen für Fledermäuse und andere nachtaktive Tiere.
Straßenlaternen, Leuchtreklamen und Fassadenstrahler prägen das nächtliche Stadtbild. Doch künstliches Licht hat Auswirkungen auf Tiere und Ökosysteme. In Bochum widmet sich ein Vortrag diesem Thema. Im Tierpark + Fossilium Bochum geht es am 4. März um Lichtverschmutzung und Artenschutz. Im Mittelpunkt stehen heimische Fledermausarten.
Referent Hendrik Denkhaus von der Naturschutzgruppe Witten-Biologische Station e.V. erläutert ab 19.30 Uhr, wie künstliche Beleuchtung das Verhalten von Tieren verändert. Am Beispiel von Fledermäusen zeigt er, wie Lichtquellen Jagdgebiete beeinflussen und natürliche Lebensräume einschränken können. Viele Arten meiden dauerhaft beleuchtete Bereiche. Dadurch gehen wichtige Nahrungsquellen verloren.
Der Vortrag beleuchtet zudem die ökologischen Folgen für Insekten und andere nachtaktive Tiere. Licht kann Orientierung stören und ökologische Gleichgewichte verschieben.
Was gegen Lichtverschmutzung hilft
Neben der Problemanalyse stehen konkrete Lösungsansätze im Fokus. Denkhaus zeigt auf, welche Maßnahmen Kommunen, Unternehmen und Privatpersonen ergreifen können. Dazu zählen angepasste Beleuchtungskonzepte, reduzierte Lichtintensität und der gezielte Einsatz von warmen Lichtfarben.
Die Veranstaltung richtet sich an Naturinteressierte sowie an Menschen, die sich mit nachhaltiger Stadtplanung und Umweltbildung beschäftigen.
Der Vortrag findet am Mittwoch, 4. März 2026, von 19.30 bis etwa 21 Uhr im Multifunktionsraum des Tierparks statt. Der Eingang befindet sich zwischen der Kasse und dem Wirtshaus „Franz Ferdinand“. Die Teilnahme kostet vier Euro, für NABU-Mitglieder zwei Euro.
