Beitrag: VfL Bochum mit Chancen jedoch ohne Erfolg gegen den SC Paderborn
VfL Bochum vs. SC Paderborn

(c) Sebastian Sendlak

Der VfL Bochum dominiert den SC Paderborn 07, erspielt sich zahlreiche Chancen. Am Ende steht ein 0:0. Trainer und Spieler sprechen von fehlender Effizienz.

Die Begegnung zwischen dem VfL Bochum 1848 und dem SC Paderborn 07 endete mit einem torlosen Remis. Über weite Strecken dominieren die Gastgeber das Spiel, kommen auf 22 Torschüsse und neun Abschlüsse aufs Tor. Ein Handelfmeter wird nach VAR-Überprüfung zurückgenommen. Trotz klarer Spielvorteile für den VfL bleibt es beim 0:0. Spieler und Trainer sehen Fortschritte – aber auch fehlende Konsequenz vor dem Tor.

Bochum dominiert, bleibt aber ohne Treffer

Schon in der Anfangsphase entwickelt sich im mit 25.656 Zuschauern gut besuchten Vornovia Ruhrstadion eine intensive Partie. Koji Miyoshi verpasst früh im Fünfmeterraum, Philipp Hofmann prüft Paderborns Torhüter Dennis Seimen mehrfach. Immer wieder heißt der Endgegner: Seimen. Auch ein möglicher Handelfmeter nach Felix Götzes Armkontakt in der 32. Spielminute wird zurückgenommen, da Miyoshi zuvor im Abseits gestanden hat.

Insgesamt haben die Bochumer 22 Torschüsse erzielt, von denen neun auf das Tor gegangen sind. Weder Koji Miyoshi noch Hofmann oder Gerrit Holtmann bringen den Ball im Netz unter. Paderborn bleibt offensiv über weite Strecken harmlos, kommt jedoch kurz vor der Pause per Kopfball zur besten Gelegenheit, der Ball prallt von der Latte ab.

Holtmann: „Wir hätten 2:0 gewinnen müssen“

Nach Abpfiff spricht Gerrit Holtmann über ein gefühltes Chancenplus. „Wie viele aufs Tor? Acht zu drei? Boah, es hat sich mehr angefühlt“, sagt er. Holtmann und auch Hofmann finden nach dem Duell lobende Worte für Paderborns Schlussmann, der seine Mannschaft im Spiel gehalten hat. Dennoch gilt: „Wenn du die vorne nicht machst, kriegst du irgendwann eins.“

Bochum hat sich im Laufe der letzten Monate defensiv stabilisiert, einzelne Unsicherheiten ausgenommen. „Wir hätten das Spiel 1:0, 2:0 gewinnen müssen“, so Holtmann. Stattdessen nehme man „einen Punkt mit gegen eine Top-5-Mannschaft“. Entscheidend sei nun, „die Chancen zunutzen“.

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Bilder: Sebastian Sendlak

Hofmann: „Riesen Steigerung“

Auch Philipp Hofmann zeigt sich zwiegespalten. „Im ersten Augenblick natürlich ärgerlich“, sagt er. Gleichzeitig sieht er, „wo wir vor ein paar Monaten standen“. Dass man sich nun über ein Remis gegen Paderborn ärgere, zeige die Entwicklung.

Im Spielaufbau und in den Kombinationen erkennt Hofmann klare Fortschritte. „Es fügt sich jetzt alles ein bisschen zusammen, man sieht eine riesen Steigerung.“ Nun müsse die Mannschaft lernen, ruhiger zu bleiben und die Chancen effektiver zu nutzen. „Man kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen“, meint Hofmann trotzdem.

Trainer loben Niveau und Intensität

Bochums Trainer Uwe Rösler spricht von einem Spiel „auf höchstem Niveau“. Die erste Viertelstunde sei im Pressing noch nicht optimal gewesen, danach habe sein Team viele Ballgewinne erzwungen. „Wir kamen auf 22 Torschüsse und neun aufs Tor. Das war heute leider das Problem, dass wir aus diesen zahlreichen Chancen keinen Kapital­schlag bekommen.“

Für Rösler ist „das Glas halb voll“. Solange sich die Mannschaft diese Chancen erarbeitet und dynamisch nach vorne spielt, werden die nötigen Punkte geholt, um den Klassenerhalt zu schaffen. Auch Paderborns Trainer Ralf Kettermann erkennt die Leistung an. „Glückwunsch an den VfL Bochum, top Leistung“, sagt er. Seine Mannschaft sei mit dem Spiel nicht zufrieden gewesen, nehme den Punkt jedoch mit.

Unterm Strich bleibt ein dominanter Auftritt ohne Ertrag. Die Bochumer bleiben zwar ungeschlagen, doch der ersehnte Dreier bleibt aus.

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