Beitrag: Erster Spatenstich für den Begegnungsgarten am JUSH in Hamme
Spatenstich für den neuen Begegnungsgarten am JUSH (Foto: Jenny Musall)

Spatenstich fuer den neuen Begegnungsgarten am JUSH

Mit dem ersten Spatenstich startet in Hamme der Umbau des Außengeländes am JUSH zum Begegnungsgarten. 626.000 € Städtebaufördermittel fließen in das Projekt. Bis zu den Sommerferien soll die neue Fläche nutzbar sein.

Mit dem symbolischen ersten Spatenstich gibt Jörg Lukat den Startschuss für den neuen Begegnungsgarten am Jugend- und Stadtteilzentrum JUSH in Hamme. Auf rund 2.300 Quadratmetern entsteht an der Amtsstraße ein neu strukturierter Außenbereich mit Aufenthalts-, Bildungs- und Bewegungsflächen. Bund und Land fördern das Projekt mit insgesamt 626.000 € aus der Städtebauförderung. Ziel sei es, die Fläche bis zu den Sommerferien fertigzustellen, damit sie bereits für den Ferienpass genutzt werden kann.

Lukat: „Alles beginnt mit dem ersten Schritt.“

„Alles beginnt mit dem ersten Schritt“, sagt Bochums Oberbürgermeister Jörg Lukat beim Baustart. Er freue sich, die Details des Projekts vorzustellen. Der Begegnungsgarten soll große Themenblöcke aufgreifen: „Bewegungs- und Spielmöglichkeiten, die Frage, wie wir mit unserer Umwelt umgehen – und wie wir Orte schaffen, an denen man Hamme spüren und erleben kann.“

„Bauprojekte dauerten in der Regel lange“, sagt Lukat. Umso wichtiger sei es, hier zügig voranzukommen. Ziel sei, dass die Fläche im Sommer nutzbar sei. Eigentümer bleibt das JUSH, am Abend wird der Garten jedoch für die Öffentlichkeit geöffnet. „Gemeinsam etwas gestalten und Spaß zusammen haben, das soll im Vordergrund stehen“, betont der Oberbürgermeister.

Sechs Bereiche für Begegnung und Bewegung

Das Außengelände wird in sechs Bereiche gegliedert. Geplant sind Aufenthaltsflächen mit mobilen Sitzmöglichkeiten, ein Garten als Bildungs- und Begegnungsort sowie Flächen für freies Spielen. Ein Bewegungsparcours sei einer der größten Wünsche gewesen, heißt es.

„Kinder wurden ausdrücklich in die Planung einbezogen“, sagt Dennis Rüter vom JUSH. Bürgerbeteiligung sei für Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 27 Jahren nicht nur Vorgabe, sondern Anspruch gewesen. „Wir haben alles mitgenommen und einen Weg gefunden, das umzusetzen“, so Rüter. Der größte Wunsch sei gewesen, dass keine Fläche verloren gehe. Der Bewegungsparcours sei dabei ein besonderer Höhepunkt.

Regenwasser versickert vor Ort

Auch Aspekte der Klimaanpassung spielen eine zentrale Rolle. Regenwasser werde künftig in einer Rigole gesammelt und könne direkt auf dem Grundstück versickern. Zusätzlich seien neue Bäume, Stauden und Sträucher geplant, um Biodiversität zu fördern. Bestehender Baumbestand bleibe erhalten und spende weiterhin Schatten – insbesondere für vulnerable Gruppen.

Im vorderen Bereich werde die Fläche noch gepflastert. Parallel prüft die Stadt, wie es perspektivisch mit dem Amtsplatz weitergehen kann. „Wir versuchen, weitere Flächen zu entsiegeln und klimaangepasst zu gestalten“, so Lukat.

Ort für das Quartier

Das Jugend- und Stadtteilzentrum JUSH gilt als zentrale Anlaufstelle im Stadtteil. Es bietet pädagogische Angebote vom Nachmittag bis in den Abend und versteht sich als geschützter Raum für soziales Miteinander. Die sogenannte Bürgeretage steht Akteuren und Initiativen aus dem Quartier offen. Auch Flüchtlingsberatung und Seniorennetzwerk sind dort angesiedelt.

Mit dem Begegnungsgarten solle nun ein zusätzlicher Ort entstehen, der Bewegung, Umweltbildung und Begegnung verbindet – geplant gemeinsam mit der Nachbarschaft. „Es geht darum, einen Raum zu schaffen, den die Menschen im Quartier als ihren eigenen begreifen“, sagt Rüter. Bis Ende Juni sollen die Arbeiten abgeschlossen sein – rechtzeitig zum Start in die Sommerferien.

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