Beitrag: Bildvortrag beleuchtet Industriebilder des Ruhrgebiets
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Ein Bildvortrag im Kortum-Haus nimmt historische Industriegemälde des Ruhrgebiets in den Blick. Im Zentrum steht die Frage nach dem Verhältnis von künstlerischer Darstellung und Realität.

Industrie prägte das Ruhrgebiet über Jahrzehnte. Künstler hielten diese Epoche in Gemälden fest. Am Donnerstag, 12. Februar, widmet sich ein Vortrag in Bochum diesen Bildern. Grundlage ist eine Ausstellung im Ruhr Museum auf Zollverein. Der Eintritt ist frei.

Markus Lutter, zweiter Vorsitzender der Kortum Gesellschaft Bochum, spricht von 19 bis 20 Uhr im Kortum-Haus an der Bergstraße 68a. Thema ist die Ausstellung „Das Land der tausend Feuer. Industriebilder aus der Sammlung Schönefeld“, die aktuell im Ruhr Museum in Essen gezeigt wird. Der Vortrag wird vom städtischen Kulturbüro gefördert.

Kunst und Industrie im Spannungsfeld

Die Ausstellung versammelt Gemälde, die Industrie aus unterschiedlichen Perspektiven zeigen. Euphorische, kritische, romantische und ideologische Sichtweisen stehen nebeneinander. Die Werke erzählen damit auch von Selbstbildern einer Region im Wandel. Im Vortrag geht es um die Frage, wie diese künstlerischen Darstellungen entstanden sind und welche Deutungen sie transportieren.

Vergleich von Gemälden und Fotografien

Ein Schwerpunkt liegt auf dem Abgleich von Kunst und Wirklichkeit. Anhand ausgewählter Motive, überwiegend aus Bochum, werden Gemälde historischen Fotografien aus der Industriezeit gegenübergestellt. So soll sichtbar werden, inwieweit die gemalten Ansichten des Ruhrgebiets reale Zustände abbilden oder bewusst überhöhen und interpretieren.

Der Vortrag ordnet die Industriebilder in einen größeren Zusammenhang ein. Sie werden als Teil der regionalen Identitätsgeschichte verstanden, die bis heute nachwirkt. Das Publikum erhält Einblicke in die Wechselwirkung von industrieller Entwicklung, künstlerischer Verarbeitung und kollektiver Erinnerung.

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