Beitrag: Neubau im Tierheim Bochum kurz vor der Fertigstellung
Hundehaus 4

(c) Tierschutzverein Bochum, Hattingen und Umgebung e.V.

Im Tierheim Bochum steht das neue Hundehaus 4 kurz vor der Inbetriebnahme. Der Neubau soll vor allem die Resozialisierung verhaltensauffälliger Hunde verbessern.

Der Tierschutzverein Bochum, Hattingen und Umgebung e.V. meldet deutliche Fortschritte beim Neubau des Hundehauses 4. Der Innenausbau ist abgeschlossen, auch die Erschließung des hinteren Bereichs wurde fertiggestellt. Noch fehlen Zäune für die großen Wiesenausläufe. Eine offizielle Einweihung ist geplant, zuvor öffnet das Tierheim seine Türen für die Öffentlichkeit.

Nach Angaben des Vereins ist der Innenausbau vollständig fertiggestellt. Im hinteren Bereich wurde ein Weg angelegt, inklusive eines Hubtisches, der den Materialtransport ins Obergeschoss erleichtert. Offen sind derzeit noch die Zäune für die geplanten Wiesenausläufe. Erst danach soll das Gebäude offiziell eingeweiht werden. Schirmherr der Einweihung ist Schauspieler Armin Rohde.

Tag der offenen Tür vor dem Einzug der Hunde

Am 7. März lädt der Tierschutzverein zu einem Tag der offenen Tür ein. Besucherinnen und Besucher können den Neubau besichtigen, bevor die Hunde dort einziehen. Der Verein möchte damit Einblicke in die neue Arbeit mit den Tieren geben und das Konzept des Hauses vorstellen.

Kernstück des Neubaus ist ein spezieller Resozialisierungsraum. Hintergrund ist, dass bei vielen Hunden unbekannt ist, wie sie sich in einer Wohnung verhalten. Bisher fehlten im Tierheim entsprechende geschlossene Räume mit Alltagsreizen.

Im neuen Hundehaus wurde deshalb ein Wohnbereich mit Möbeln eingerichtet. Dazu gehört auch eine für Hunde begehbare Küche mit typischen Haushaltsgeräten wie Kaffeemaschine oder Toaster. Ziel ist es, Hunde schrittweise an Alltagsgeräusche und -situationen zu gewöhnen.

Reaktion auf steigende Zahl verhaltensauffälliger Hunde

Der Verein verweist auf eine zunehmende Zahl verhaltensauffälliger Hunde, die im Tierheim abgegeben werden. Eine Vermittlung sei oft nur möglich, wenn zuvor gezielt trainiert werde – auch unter wohnungsähnlichen Bedingungen. Ohne entsprechende Trainingsmöglichkeiten drohe langfristig eine Überlastung der Tierheime.

Das neue Hundehaus verfügt über sechs Hunderäume, die für Gruppenhaltung ausgelegt sind. Zwei große oder bis zu vier kleine Hunde können jeweils zusammen untergebracht werden. Durch Verbindungstüren lassen sich Räume zusammenschalten, sodass zeitweise auch größere Gruppen Platz finden.

An jeden Raum schließt sich ein eigener Wiesenauslauf an. Diese sollen nach Angaben des Vereins deutlich größer sein, als es der aktuelle Bauzustand erkennen lässt.

Mit dem Neubau erweitert das Tierheim seine Kapazitäten und reagiert auf veränderte Anforderungen im Tierschutz. Ziel ist es, die Vermittlungschancen zu erhöhen und langfristig handlungsfähig zu bleiben.

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