Beitrag: Eiche erreicht die Innenstadt – Höhepunkt des 638. Maiabendfestes
638. Maiabendfest

(c) Sebastian Sendlak

Bochum steht ganz im Zeichen von Graf Engelbert: Bei strahlendem Sonnenschein brachten die Maischützen die traditionelle Eiche aus Harpen sicher in die Innenstadt.

Das 638. Bochumer Maiabendfest erreichte am Samstag seinen zeremoniellen Höhepunkt und lockte tausende Menschen auf die Straßen und den Boulevard. Von den frühen Morgenstunden an, als das traditionelle „Wecken“ in Harpen und der City den langen Festtag einläutete, bis zum feierlichen Einmarsch am Nachmittag, stand das jahrhundertealte Brauchtum im Fokus. Angeführt von Rekord-Junggesellenhauptmann Meiko Krämer und „Graf Engelbert“ erfüllten die Bürger die historischen Vorgaben des märkischen Legats. Die symbolträchtige Eiche wurde pünktlich vor Sonnenuntergang und unter dem Jubel der Zuschauer allein durch Muskelkraft neben der Festbühne eingepflanzt, womit der offizielle Teil des Brauchtums seinen Abschluss fand.

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Ehrenamt und Gänsehautmomente im Harpener Bockholt

Der Weg zur Mai-Eiche führte die Teilnehmer zunächst tief in den Harpener Bockholt, wo die feierliche Ausgrabung des Baumes zelebriert wurde. In ihren Ansprachen hoben Stefan Vahldieck, Vorsitzender der Maiabendgesellschaft, und Hans-Heinrich Albert vom Bürgerschützenverein Harpen den unschätzbaren Wert der freiwilligen Arbeit hervor. „Das Ehrenamt hält nicht nur dieses Brauchtum am Leben. Es wird mit dem Herzen ausgeführt – nicht mit dem Wunsch, selbst im Vordergrund zu stehen“, erklärten die Vereinsvertreter sichtlich stolz. Ein besonders emotionaler Akzent gelang der jungen Pauline, die das „Bochumer Jungenlied“ so eindrucksvoll vortrug, dass im Waldstück spürbare Gänsehautstimmung aufkam.

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Auch für Bochums Oberbürgermeister Jörg Lukat war dieser Samstag eine Premiere im Amt, die er mit sichtlich Freude beging. Erstmals wurde ihm der traditionsgemäße Efeukranz umgehängt, während er das enorme Engagement der Organisatoren würdigte, die das Großereignis Jahr für Jahr möglich machen. Die diesjährige Eiche, die sich kräftiger präsentierte als in den vergangenen Jahren, stellte für die kräftigen Männer der Gesellschaft kein Hindernis dar. Sie wurde fachgerecht „entrissen“ und für den langen Marsch in die Bochumer Innenstadt vorbereitet, um dort symbolisch an die Vertreter der AWO übergeben zu werden.

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Party-Nacht und 80er-Jahre-Rock auf dem Boulevard

Nachdem die Pflicht erfüllt und der Baum sicher in der Erde versenkt war, verwandelte sich die City in eine pulsierende Festmeile für alle Generationen. Den musikalischen Auftakt machte „The Movie Trip Show“ mit Special Guest Jo Hartmann, bevor „John Diva – Tribute to the Heroes“ mit einer schrillen 80er-Show die Bühne übernahm und das Publikum zum Tanzen brachte. Parallel dazu bebte das ausverkaufte Festzelt in Harpen, wo ein DJ bis tief in die Nacht für ausgelassene Stimmung unter den Schützen und Gästen sorgte. Die Mischung aus historischem Ernst am Nachmittag und moderner Partykultur am Abend bewies erneut die Wandelbarkeit des Festes.

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Ein besonderes Kapitel in der Chronik des Festes schrieb an diesem Samstag Meiko Krämer: Er führte den Umzug bereits zum fünften Mal in Folge als Junggesellenhauptmann an – eine Bestmarke, die es in der 638-jährigen Geschichte des Maiabendfestes zuvor noch nie gegeben hatte. Während die Feierlichkeiten am Sonntag mit dem Familien- und Brauchtumstag in der City sowie dem Schützenfest-Abschluss in Harpen langsam ausklingen, bleibt das Fazit der Organisatoren durchweg positiv. Die Kombination aus Wetterglück, rekordverdächtigen Teilnehmerzahlen und friedlicher Stimmung macht dieses Fest zu einem weiteren Meilenstein der Bochumer Stadtgeschichte.

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Am Sonntag klingt das 638. Bochumer Maiabendfest mit einem Familien- und Brauchtumstag in der Innenstadt aus. In Harpen lädt zudem ein letztes Mal das traditionelle Schützenfest ins Festzelt ein.

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