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Ruhr Universität Bochum
Neuer Sammelband zur „Virtuellen Universität“ und Studie zum Schlafverhalten von Säuglingen
An der Ruhr-Universität Bochum beschäftigen sich Forschende mit aktuellen gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Fragestellungen. Im Fokus stehen dabei sowohl digitale Entwicklungen als auch frühkindliche Gesundheit. Ein neuer Sammelband widmet sich der Rolle von Virtualität im Hochschulkontext. Parallel startet eine Langzeitstudie zum Babyschlaf. Für das Forschungsprojekt werden noch Teilnehmende gesucht.
Universität als Ort der Virtualität
Im Sonderforschungsbereich 1567 ist der Sammelband „Virtuelle Universität“ erschienen. Herausgegeben wurde er von Patrizia Breil und Florian Sprenger.
Die Publikation untersucht, wie Virtualität Forschung, Lehre und das Selbstverständnis von Universitäten verändert. Dabei wird Virtualität nicht nur technisch verstanden, sondern auch als Konzept des Möglichen und Denkbaren.
Die Autorinnen und Autoren argumentieren, dass Universitäten schon immer auf Formen der Virtualität angewiesen waren. Kommunikationsmittel wie Buchdruck oder E-Mail hätten diese Entwicklung geprägt.
Mehr als digitale Infrastruktur
Der Band versteht die „Virtuelle Universität“ nicht als reine digitale Abbildung bestehender Strukturen. Vielmehr gehe es um einen erweiterten Begriff von Virtualität.
Im Mittelpunkt stehen Fragen nach neuen Formen der Wissensproduktion, der Zusammenarbeit und der institutionellen Entwicklung. Die Beiträge verbinden geistes- und sozialwissenschaftliche Perspektiven und untersuchen unterschiedliche Aspekte von Forschung, Lehre und Organisation.
Studie untersucht Babyschlaf
Parallel läuft an der Ruhr-Universität Bochum die sogenannte „Bochumer Babyschlafstudie“. Das Projekt wird von der VolkswagenStiftung unterstützt und ist bis Ende 2028 angelegt.
Untersucht wird, wie sich Schlafverhalten in den ersten Lebensjahren auf die Entwicklung von Kindern und die Gesundheit der Familie auswirkt. Geleitet wird die Studie von Carolin Konrad.
Familien können teilnehmen
Gesucht werden Schwangere, die gemeinsam mit ihren Familien an der Studie teilnehmen möchten. Geplant sind mehrere Untersuchungstermine, darunter Fragebögen, Schlafmessungen und Beobachtungen vor Ort.
Die Messungen erfolgen teilweise im häuslichen Umfeld. Ergänzt werden sie durch Tests zur Aufmerksamkeit sowie durch Beobachtungen der kindlichen Entwicklung.
