Beitrag: Vortrag: Frauenrechte in Mittel- und Osteuropa im Fokus
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Christuskirche

Die Entwicklung von Frauenrechten in osteuropäischen Kirchen steht im Mittelpunkt eines Vortrags in Bochum. Eine Theologin berichtet über historische Hintergründe und aktuelle Tendenzen.

Die Evangelische Stadtakademie Bochum lädt am Dienstag, 28. April, zu einer Veranstaltung über Frauenrechte in Mittel- und Osteuropa ein. Beginn ist um 18.30 Uhr am Westring. Im Anschluss an den Vortrag ist eine Diskussion vorgesehen. Referentin ist die Theologin Elfriede Dörr. Der Eintritt ist kostenpflichtig, Ermäßigungen sind möglich.

Späte Entwicklung und neue Herausforderungen

Der Einsatz für Gleichberechtigung in den Kirchen Osteuropas begann im Vergleich zu Westeuropa später. In den vergangenen Jahren sind laut Veranstaltern zugleich wieder stärkere patriarchale Strukturen erkennbar. Der Vortrag geht der Frage nach, welche Ursachen diese Entwicklung hat und welche Perspektiven sich daraus ergeben.

Dörr hat sich wissenschaftlich mit den Lebenswegen von Frauen innerhalb kirchlicher Strukturen beschäftigt. In ihrer Publikation zur Ordination von Frauen in der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien dokumentiert sie zentrale Entwicklungen der vergangenen Jahrzehnte.

Internationale Erfahrung der Referentin

Die Referentin wuchs in Siebenbürgen auf und studierte evangelische Theologie in Potsdam, Hermannstadt und Straßburg. Seit ihrer Ordination im Jahr 1996 war sie unter anderem als Gemeindepfarrerin tätig. Später arbeitete sie in der Pfarrerfortbildung und im Bereich Ökumene.

Darüber hinaus engagierte sie sich in internationalen Gremien, unter anderem im Zentralkomitee der Konferenz Europäischer Kirchen sowie im Lutherischen Weltbund. Aktuell koordiniert sie ein Netzwerk zur Förderung von Geschlechtergerechtigkeit in Mittel- und Osteuropa.

Austausch im Anschluss geplant

Die Veranstaltung wird gemeinsam mit der Frauenarbeit des Gustav-Adolf-Werks in Westfalen durchgeführt. Nach dem Vortrag besteht Gelegenheit zur Diskussion.

Der Eintritt beträgt fünf Euro, ermäßigt drei Euro. Für Studierende und Menschen mit Grundsicherung ist die Teilnahme kostenfrei.

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