Beitrag: 4:1-Befreiungsschlag für den VfL Bochum gegen Braunschweig
Farid Alfa-Ruprecht jubelt nach dem 3:0 gegen die Eintracht Braunschweig am 29. Spieltag in der 2. Fußball Bundesliga

Foto: Sebastian Sendlak

Befreiungsschlag im Aufstiegskampf: Nach zwei Niederlagen in Folge zeigt der VfL Bochum eine starke Reaktion und besiegt Eintracht Braunschweig verdient mit 4:1.

Nach der harten Kritik am vergangenen Spieltag ist der Druck im heimischen Ruhrstadion deutlich spürbar. Dennoch gelingt den Blau-Weißen vor 26.000 Zuschauern im Vonovia Ruhrstadion die richtige Antwort. Während die Gäste aus Braunschweig fulminant am 29. Spieltag in der 2. Fußball Bundesliga starten und die ersten zehn Minuten dominieren, finden die Hausherren über den Kampf und erste zielstrebige Offensivaktionen zurück in die Spur. Ein „Dosenöffner“ durch Gerrit Holtmann bricht schließlich das Eis und leitet einen Nachmittag ein, an dem der VfL seine Heimstärke einmal mehr unter Beweis stellt. Am Ende steht ein souveräner Erfolg, der dem Team von Uwe Rösler wieder Luft im Tabellenmittelfeld verschafft und das Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben stärkt.

Effektivität vor dem Tor bricht Braunschweigs Widerstand

Trotz der frühen Überlegenheit der Eintracht, die laut Trainer Lars Kornetka die „besten ersten Minuten“ seiner Amtszeit ablieferte, schlägt der VfL eiskalt zu. In der 13. Minute verwertet Gerrit Holtmann ein Zuspiel von Philipp Hofmann zum 1:0. „Das Tor von Gerrit hat uns mehr Sicherheit gegeben. Danach haben wir selbstbewusster und zielstrebiger gespielt“, resümiert Hofmann nach der Partie. Ein vermeintliches zweites Tor wird zwar nach VAR-Eingriff aufgrund eines Fouls von Mats Pannewig aberkannt, doch kurz vor dem Pausenpfiff erhöht Koji Miyoshi in der Nachspielzeit auf 2:0.

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Lars Kornetka hadert indes mit der Schlüsselszene um Pannewig, für den er eine Rote Karte gefordert hätte: „Das war ein klares Foulspiel, dann wäre das Spiel vielleicht anders gelaufen.“ Uwe Rösler sieht die Situation anders und lobt stattdessen die geschlossene Mannschaftsleistung. „Wir hätten nach 60 Minuten 4:0 oder 5:0 führen müssen. Die Anzahl und Qualität der Chancen war überragend“, so Rösler. Besonders Kapitän Matúš Bero habe das Mittelfeld angeführt und „die Show am Laufen gehalten“, während die Defensive kompromisslos agierte.

Joker-Glück und ein souveräner Schlusspunkt

In der zweiten Halbzeit wechselt Rösler mutig und beweist ein glückliches Händchen. Der eingewechselte Farid Alfa-Ruprecht erzielt in der 68. Minute nach Zuspiel von Hofmann und Marshall das vorentscheidende 3:0. „Farid kam rein, hat die Rolle total angenommen und macht ein super Tor“, zeigt sich der Trainer zufrieden mit der Entwicklung des Youngsters. Braunschweig gelingt zwar durch Lino Tempelmann in der 84. Minute der Anschlusstreffer zum 3:1, doch eine echte Aufholjagd bleibt aus, da der VfL die Situation souverän wegverteidigt.

Den Schlusspunkt setzt erneut Philipp Hofmann, der in der siebenminütigen Nachspielzeit einen Foulelfmeter sicher zum 4:1-Endstand verwandelt. „Ich freue mich, dass ich den Elfmeter reingeschossen habe, weil ich nach meinen Vorlagen unbedingt noch ein Tor machen wollte“, so der Stürmer. Mit nun 36 Punkten klettert der VfL auf den zehnten Tabellenplatz und vergrößert den Abstand nach unten. Gerrit Holtmann blickt bereits nach vorn: „Jetzt müssen wir in Dresden direkt nachlegen und standhaft bleiben. Die Tugenden, die uns zu Hause auszeichnen, müssen wir auch dort auf den Platz bringen.“

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