
Mit Beginn der Amphibienwanderung sperrt die Stadt Bochum mehrere Straßenabschnitte. Ziel ist es, Erdkröten, Frösche und Molche auf dem Weg zu ihren Laichgewässern zu schützen.
Steigende Temperaturen führen ab Anfang März wieder zur Wanderung heimischer Amphibien. Erdkröten, Grasfrösche, Molche und Feuersalamander machen sich auf den Weg zu ihren Laichplätzen. Dabei müssen sie häufig stark befahrene Straßen überqueren. Um hohe Verluste zu vermeiden, setzt die Stadt Bochum zeitlich begrenzte Sperrungen, Schutzzäune und Temporeduzierungen um.
Von Montag, 2. März, bis Freitag, 4. April, werden in den Abend- und Nachtstunden mehrere Straßenabschnitte gesperrt. Die Durchfahrt ist dort untersagt. Betroffen sind unter anderem die Straßen Am Wiesental, Blankensteiner Straße, Brüggeneystraße, Rauendahlstraße, Stembergstraße sowie der Weg am Kötterberg. Die Sperrzeiten liegen überwiegend zwischen 19 Uhr und 6 Uhr. In einzelnen Abschnitten gelten ganztägige Einschränkungen.
Amphibienschutzzäune im Stadtgebiet
Zusätzlich stellt die Stadt Bochum gemeinsam mit den Naturschutzvereinen AkU, BUND und NABU Amphibienschutzzäune auf. Diese entstehen an zahlreichen Straßen, darunter Blankensteiner Straße, Brockhauser Straße, Günnigfelder Straße, Gräfin-Imma-Straße, Höfestraße, Untere Heintzmannstraße und Springorumallee. Auch entlang der Springorumtrasse zwischen der A-448-Brücke und der Königsallee werden Schutzmaßnahmen umgesetzt.
An vielen weiteren Straßen weisen Warnschilder auf die Amphibienwanderung hin. In diesen Bereichen sollten Verkehrsteilnehmende nicht schneller als 30 km/h fahren. Laut Umwelt- und Grünflächenamt sterben viele Tiere nicht nur durch Überfahren, sondern bereits durch den Luftdruck schneller Fahrzeuge. Das reduzierte Tempo dient auch dem Schutz ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer.
Unterstützung durch Ehrenamtliche
Die Betreuung der Schutzzäune erfolgt durch Freiwillige. Wer sich am Amphibienschutz beteiligen möchte, kann sich an die beteiligten Naturschutzvereine wenden. Kontakt ist per E-Mail an amphibienschutz-bochum@gmx.de oder telefonisch unter 0234 / 66444 möglich.
