
NoL-21
Schauspielhaus Bochum
Das Schauspielhaus Bochum ist mit einem umfangreichen Programm ins Jahr 2026 gestartet. Nach einem ereignisreichen Jahreswechsel setzt das Haus seine künstlerische Arbeit nahtlos fort. In den kommenden Wochen stehen Konzerte, Lesungen, Wiederaufnahmen und Premieren auf dem Spielplan. Neben Ensembleproduktionen prägen prominente Gäste und neue Gesprächsformate den Jahresauftakt.
Musik, Lesungen und Wiedersehen
Zum Auftakt ist Schlagzeuger Matze Pröllochs nach seinem Auftritt in All about Earthquakes mit einem Konzert im Oval Office zu erleben. Am darauffolgenden Sonntag steht eine Lesung aus den Schriften Alexej Nawalnys und seiner Frau auf dem Programm. Michael Maertens und Katja Kolm gestalten den Abend, der zugleich ein Wiedersehen mit einem früheren Ensemblemitglied ist.
Ein weiteres Wiedersehen folgt am nächsten Wochenende mit zwei ausverkauften Vorstellungen von Hamlet. Sandra Hüller übernimmt die Titelrolle. Parallel dazu ist die Autorin Şeyda Kurt gleich zweimal im Programm vertreten: mit dem neuen Talkformat What a Crime in den Kammerspielen sowie mit eigenen Texten in der Inszenierung Trommeln in der Nacht.
Premiere mit politischem Kern
Am 14. Februar feiert Catarina oder Von der Schönheit, Faschisten zu töten Premiere im Schauspielhaus. Die Inszenierung von Mateja Koležnik erzählt von einer Familie, die seit Generationen Rache an Vertretern einer Diktatur übt. Im Mittelpunkt steht die Frage nach den Grenzen von Gewalt im Namen der Demokratie. Bereits am 4. Februar gibt es die Möglichkeit, eine Bühnenprobe zu besuchen und Einblicke in den Entstehungsprozess zu erhalten.
Klassiker und Gegenwart im Dialog
Mit Trommeln in der Nacht zeigt das Schauspielhaus eine Neuinterpretation von Bertolt Brechts Frühwerk. Zusätzliche Texte von Şeyda Kurt schlagen eine Brücke zur Gegenwart. Für eine Vorstellung im Januar gilt ein vergünstigter Ticketpreis. Ergänzt wird das Programm durch die neue Talkreihe What a Crime, in der Şeyda Kurt mit Gästen aus Kultur und Aktivismus über Kriminalisierung, Widerstand und gesellschaftliche Konflikte spricht.
Gastspiel und Vorverkauf
Ein Höhepunkt im Januar ist das Gastspiel des Berliner Ensembles mit De Profundis. Jens Harzer interpretiert Oscar Wildes Gefängnisbrief als Soloabend. Im Anschluss ist ein Publikumsgespräch geplant.
Der Vorverkauf für den Monat März startet Ende Januar. Zahlreiche Gastspiele und Sonderformate sind bereits jetzt erhältlich.
