
Bochum im Spaetherbst 10.12.2020 –
Deutsches Bergbau-Museum (Foto: Sebastian Sendlak)
Zum Jahresbeginn informiert das Deutsche Bergbau-Museum Bochum über aktuelle Entwicklungen aus Forschung, Bildung und Vermittlung. Neue wissenschaftliche Veröffentlichungen sind erschienen. Mehrere Veranstaltungen im Januar richten sich an ein breites Publikum. Zudem beteiligt sich das Museum an landesweiten Kultur- und Bildungsprojekten.
Programmtipps im Januar
Im Januar bietet das Museum mehrere öffentliche Veranstaltungen an. Am Donnerstag, 8. Januar, findet um 12.15 Uhr eine Kurzführung unter dem Titel „Schon gewusst? – Es werde Licht. Zum Einsatz römischer Öllampen unter Tage“ statt.
Am Samstag, 17. Januar, ist ab 13 Uhr das Fotografieren im Anschauungsbergwerk möglich. Eine offene Mitmachaktion zu Fossilien aus dem Karbon folgt am Sonntag, 25. Januar, ab 12 Uhr.
Beteiligung am Projekt „Das sprechende Denkmal“
Das Deutsche Bergbau-Museum Bochum ist Teil des landesweiten Projekts „Das sprechende Denkmal“. Über einen QR-Code vor Ort können Besucherinnen und Besucher einen Audiobeitrag zum Museum abrufen. Darin werden Entstehung, Aufgaben und Bedeutung des Hauses erläutert.
Das Projekt wird von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und WestLotto getragen. Ziel ist es, Kulturdenkmale in Nordrhein-Westfalen digital und niedrigschwellig zugänglich zu machen. Die Beiträge sind auch online abrufbar.
Veranstaltungsreihe zu präkolumbianischem Bergbau
Im Rahmen der ReForm-Reihe finden im Januar mehrere Veranstaltungen zu präkolumbianischem Bergbau und Metallurgie statt. Referentin ist María Florencia Becerra, Humboldt-Stipendiatin aus Argentinien.
Geplant sind zwei Vorlesungen am 13. und 20. Januar sowie ein Workshop am 28. Januar im Haus der Archäologien. Thematisch geht es um Bergbau, Rituale und Metallverarbeitung in den südlichen Anden.
Aktuelles aus der Forschung
Mit der neuen Doppelausgabe 5–6/2025 der Fachzeitschrift Der Anschnitt liegen neue Beiträge zur Montangeschichte vor. Behandelt werden unter anderem frühe Industriefilme, archäologische Nachweise zum Zinnbergbau im Erzgebirge und die Eisenerzgewinnung im Ruhrgebiet.
Zudem wurde im Dezember eine Forschungskooperation zur Geschichte des Salzabbaus am Dürrnberg bei Salzburg geschlossen. Beteiligt sind unter anderem die Ruhr-Universität Bochum, das Deutsche Bergbau-Museum Bochum und das Keltenmuseum Hallein.
Ebenfalls veröffentlicht wurde das METALLA-Sonderheft 13 mit Abstracts der Jahrestagung Archäometrie und Denkmalpflege 2025.
Neuigkeiten aus dem montan.dok
Das Montanhistorische Dokumentationszentrum hat die Ausgabe 02/2025 seiner montan.dok-News veröffentlicht. Sie informiert über das neue Forschungs- und Depotgebäude, laufende Projekte und aktuelle Publikationen.
Als Objekt des Monats Januar wird ein Schulwandbild vorgestellt, das den Steinkohlenmangel in der DDR thematisiert.
Kooperationen und Bildungsprojekte
Die Zusammenarbeit zwischen dem Deutschen Bergbau-Museum Bochum und der Kumpels GmbH ist bis mindestens August 2033 verlängert worden. Damit bleibt die gastronomische Versorgung während der Öffnungszeiten und bei Veranstaltungen gesichert.
Zudem unterstützt das Museum das Comic-Projekt „Spaß am Lesen“. Zur Förderung der Lesekompetenz stellt das Museum eigene Comics sowie Freikarten für Kinder zur Verfügung. Das Projekt wird an mehreren Bochumer Grundschulen umgesetzt.
Einblick in die Museumsarbeit
Im Rahmen der Reihe „Wir im Deutschen Bergbau-Museum Bochum“ stellt das Museum Dr. Maria Schäpers vor. Sie arbeitet seit 2017 im Montanhistorischen Dokumentationszentrum und leitet seit 2022 den Fachbereich Infrastrukturell-wissenschaftlicher Service.
Ihre Arbeit umfasst die Betreuung von Archivgut, Sammlungen und Bibliotheksbeständen. Ziel ist es, das bergbauliche Kulturerbe für Forschung und Öffentlichkeit zugänglich zu halten.
