Beitrag: Vortrag im Stadtarchiv beleuchtet die Theatergeschichte Bochums
Schauspielhaus Bochum Backstage

Das Stadtarchiv – Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte lädt zu einem Vortrag über die Theatergeschichte der Stadt ein. Am Mittwoch, 14. Januar, steht die Entwicklung des Theaters in Bochum im Mittelpunkt. Der Referent spannt den Bogen von den ersten Aufführungen bis zu prägenden Intendanten des 20. Jahrhunderts. Der Eintritt ist frei. Beginn ist um 19 Uhr an der Wittener Straße 47.

Unter dem Titel „Theater in Bochum von Arnold Kortum bis Claus Peymann“ gibt Hajo Salmen Einblicke in die kulturelle Entwicklung der Stadt. Die Veranstaltung ist Teil der Reihe zur Bochumer Stadtgeschichte und richtet sich an ein historisch und kulturell interessiertes Publikum.

Von Rathausaufführungen zu eigenen Spielstätten

Die ersten dokumentierten Theateraufführungen in Bochum gehen auf Arnold Kortum zurück. Gespielt wurde zunächst im Rathaus. Später dienten auch Säle von Gaststätten als Spielorte für dramatische Aufführungen. Mit dem Wachstum der Stadt durch Bergbau und Industrie wuchs zugleich das Interesse an kulturellen Angeboten.

Der Wunsch nach einem festen Theaterbau wurde Anfang des 20. Jahrhunderts umgesetzt. 1908 eröffnete im Zuge der Bebauung des Ehrenfelds das private Apollo-Theater am Standort des heutigen Schauspielhauses. Nach dem Ersten Weltkrieg übernahm Saladin Schmitt die Leitung des Stadttheaters und prägte dessen Profil nachhaltig.

Vielfältige Spielpläne und prägende Intendanten

Salmen verweist darauf, dass das Wirken Schmitts oft auf die Klassiker-Festwochen reduziert wird. Tatsächlich war der Spielplan breiter angelegt. Auch unter späteren Intendanten wie Schalla, Zadek und Peymann blieb diese Vielfalt erhalten. Moderne Inszenierungen stellten das Publikum dabei immer wieder vor neue Herausforderungen.

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